Category Archives: Allgemein

Formel3 | Marcus Armstrong Zweiter und neuer Tabellenführer

Marcus Armstrong Zweiter und neuer Tabellenführer

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Rennen 2
Strecke: Norisring / D
Pole-Position: Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing)
Rennsieger: Jüri Vips (Motopark)
Wetter: sonnig, 18,7 °C

Auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring setzten sich im achten Saisonlauf der FIA Formel-3-Europameisterschaft zwei Rookies durch: Jüri Vips (Motopark) siegte vor Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing), Platz drei ging an Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing). Für den Esten Vips ist es der erste Triumph in der FIA Formel-3-EM, Soori Andres feierte seinen ersten Podestplatz in der Serie. Dank seines vierten Podestplatzes in diesem Jahr übernimmt Armstrong die Tabellenführung der FIA Formel-3-EM.

Am Start konnte der aus der vorletzten Reihe gestartete Ameya Vaidyanathan (Carlin) dem vor ihm stehenden Fahrzeug von Daniel Ticktum (Motopark) nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr frontal in das Heck des Motopark-Dallara. Beide Piloten stiegen alleine aus ihren Fahrzeugen, die Rennleitung unterbrach das Rennen dennoch sofort mit der roten Flagge. Sekunden bevor die Flaggen geschwenkt wurden, rollte auch Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing) nach einem Kampf mit Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP) aus.

Nach einer Pause von einer guten Viertelstunde ging es für zwei Runden hinter dem Safety Car weiter, bevor die Nachwuchspiloten wieder im Renntempo über den Norisring geschickt wurden. Der Viertplatzierte Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing) fand sich direkt unter Druck seines Hintermanns Ferdinand Habsburg (Carlin) wieder, hielt diesem aber stand. Der Österreicher hingegen verbremste sich in Umlauf 23 und musste seinen fünften Rang an Alex Palou (Hitech Bullfrog GP) abgeben.

An der Spitze ging es nicht weniger spannend zu. Enaam Ahmed, der nach dem Restart die Spitze inne hatte, musste sich gegen einen angreifenden Jüri Vips wehren. In Runde sieben fand Vips einen Weg vorbei am Briten und brachte den Sieg letztendlich ohne Probleme ins Ziel. Ahmed sah die Zielflagge zwar als Zweiter, wurde aufgrund der Kollision mit Shvartzman aber mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt, die ihn auf Platz 15 zurückwarf. Somit erbte Marcus Armstrong Rang zwei vor Soori Andres, Palou, Habsburg, Jehan Daruvala (Carlin), Marino Sato (Motopark), Sacha Fenestraz (Carlin), Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing) und Fabio Scherer (Motopark).

Jüri Vips (Motopark): „Ich freue mich riesig über den Sieg, zumal ich mich erst einmal an die Spitze kämpfen musste. Vor allem das Duell mit Enaam um den ersten Platz hat sehr viel Spaß gemacht. Der Norisring ist eine Strecke, auf der man so um Positionen kämpfen kann, was ich genossen habe. Die Unterbrechung war kein Problem für mich; ich habe mich mit meinem Team auf den Start hinter dem Safety Car vorbereitet.“

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Ich glaube, Enaam und Jüri hatten ein aufregenderes Rennen als ich. Dennoch bin ich glücklich über den zweiten Platz, denn er bringt viele wichtige Punkte.“

Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing): „Ich hatte mich schon sehr über den vierten Platz gefreut, aber Rang drei ist natürlich noch besser. Schade, dass ich nicht auf dem Podest stehen konnte, aber das kann ich verkraften. Es war bis jetzt sowieso ein tolles Wochenende: Gestern habe ich meinen ersten Punkt in der FIA Formel-3-EM geholt und war im zweiten Qualifying Sechster. Und heute läuft es sogar noch besser.“

44 Jüri Vips (EST, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 2, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Starting grid, FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 2, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Prize giving ceremony, 65 Enaam Ahmed (GBR, Hitech Bullfrog GP, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 44 Jüri Vips (EST, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 2, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Formel 3 | Rookies Shvartzman und Armstrong ganz vorne

Rookies Shvartzman und Armstrong ganz vorne

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Qualifying 2
Strecke: Norisring / D
Pole-Position Rennen 2: Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing)
Pole-Position Rennen 3: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Wetter: bewölkt, 17,2 °C

Mit Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing) und Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing) sicherten sich zwei Rookies die Pole-Positions für die Läufe zwei und drei der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring. Hinter Shvartzman reihen sich morgen Vormittag in der Startaufstellung zum achten Saisonlauf der FIA Formel-3-EM Tabellenführer Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP), Armstrong und Jüri Vips (Motopark) ein, hinter Armstrong stellen sich wenige Stunden später für Saisonrennen Nummer neun Vips, Daniel Ticktum (Motopark) und Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing) auf.

Weil der Norisring mit 2,3 Kilometern relativ kurz ist, wurde auch das zweite Qualifying der FIA Formel-3-EM wieder in zwei Gruppen ausgetragen. Wie an allen Rennwochenenden der FIA Formel-3-EM, so war auch hier die schnellste Qualifying-Runde eines jeden Fahrers relevant für die Startaufstellung des zweiten Laufs. Das Klassement der zweitschnellsten Runden bestimmte die Startposition für Durchgang drei.

Startaufstellung Rennen zwei

In Gruppe B, die als erstes auf die Strecke ging, entwickelte sich in der Schlussphase ein Dreikampf zwischen Robert Shvartzman (0:48,037 Minuten), Marcus Armstrong (0:48,080 Minuten) und Daniel Ticktum (0:48,129 Minuten) um Platz eins. Zunächst führte der Russe, dann der Neuseeländer, bevor Shwartzman mit einem erfolgreichen Konter wieder die Spitze übernahm. Dort blieb er bis zum Schluss, gefolgt von Armstrong, Ticktum, Jehan Daruvala (Carlin, 0:48,151 Minuten) und Marino Sato (Motopark, 0:48,211 Minuten).

In Gruppe A setzte sich anfangs Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing, 0:48,325 Minuten) an die Spitze, doch dann mischten sich immer mehr Piloten in den Kampf um Rang eins ein. Eine Minuten vor Schluss wurde Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing, 0:48,152 Minuten) auf dem ersten Platz geführt, bevor sich im letzten Augenblick noch Jüri Vips (0:48,151 Minuten) und Enaam Ahmed (0:48,041 Minuten) an ihm vorbeischoben. Ahmed durfte sich letztendlich über Position eins freuen, gefolgt von Vips, Soori Andres, Ferdinand Habsburg (Carlin, 0:48,158 Minuten) und Alex Palou (Hitech Bullfrog GP, 0:48,167 Minuten). Weil seine Bestzeit jedoch 0,004 Sekunden langsamer war als die von Shvartzman, wird der russische Ferrari-Junior von Startplatz eins ins achte Saisonrennen der FIA Formel-3-EM gehen.

Startaufstellung Rennen drei

In Gruppe B lautete die Reihenfolge im Klassement der zweitschnellsten Runden Armstrong (0:48,125 Minuten) vor Ticktum (0:48,133 Minuten), Daruvala (0:48,175 Minuten), Shvartzman (0:48,180 Minuten) und Sato (0:48,234 Minuten). In Gruppe A gelang Vips (0:48,153 Minuten) die beste zweitschnellste Runde vor Zhou (0:48,208 Minuten), Ahmed (0:48,209 Minuten), Palou (0:48,228 Minuten) und Petrov (Van Amersfoort Racing, 0:48,311 Minuten). Da Armstrong 0,028 Sekunden schneller war als Vips, darf der Neuseeländer den neunten Saisonlauf von der Pole-Position beginnen.

Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing): „Die Pole-Position ist toll, aber bin noch nicht entspannt, denn die Punkte werden erst morgen im Rennen vergeben – und das möchte ich natürlich gewinnen. Im Qualifying war mein Auto wirklich gut, das Team hat einen tollen Job gemacht. Leider habe ich in der zweitschnellsten Runde einen kleinen Fehler gemacht, aber daraus werde ich lernen.“

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Ich mache ehrlich gesagt nichts anders als an den ersten beiden Rennwochenenden, nur hier läuft es richtig gut. Ich lerne von Rennen zu Rennen und sammle immer mehr Erfahrung in der Formel 3. Schon in Ungarn war meine Performance sehr gut, aber ich konnte es noch nicht in die optimalen Resultate umsetzen.“

8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

10 Robert Shvartzman (RUS, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

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DTM |Edoardo Mortara gewinnt Samstagsrennen am Norisring

Edoardo Mortara gewinnt Samstagsrennen am Norisring

  • Doppelerfolg für Mercedes-AMG mit Mortara und Paffett
  • Mortara feiert 10. Sieg im 100. DTM-Rennen
  • Lokalmatador Wittmann holt Platz drei

Zum zweiten Mal in seiner Karriere jubelte Edoardo Mortara am Norisring ganz oben auf dem Siegerehrungspodest. Der Mercedes-AMG-Fahrer gewann nach 2016 erneut ein Rennen beim DTM-Saisonhöhepunkt auf dem Norisring, dem einzigen Stadtkurs im Kalender. Er überquerte nach 68 Runden mit 0,681 Sekunden vor seinem Teamkollegen Gary Paffett die Ziellinie. „Die ganze Mannschaft hat einen unglaublichen Job gemacht. Zu Beginn des Rennens hatte ich Schwierigkeiten mit den Reifen, aber am Ende war alles gut“, sagte der der Sieger und gab Dank und Lob an sein Team weiter. „Ich habe den ja auch den richtigen Sponsor auf dem Auto und drücke der deutschen Nationalmannschaft heute Abend die Daumen“, so Mortara, dessen Mercedes-AMG C 63 DTM in den Farben der DFB-Elf beklebt ist. Dritter am Dutzendteich wurde Lokalmatador Marco Wittmann im BMW. Für den gebürtigen Fürther ist es die erste DTM-Podiumsplatzierung bei seinem Heimrennen auf dem Norisring.

Den Siegerpokal für Mortara überreichte am Samstag Masaaki Bandoh, Vorsitzender des SUPER-GT-Dachverbandes GTA. Der Japaner hatte bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag gemeinsam mit Gerhard Berger das neue „CLASS-1-Reglement“ für DTM und SUPER GT vorgestellt. Paffett nahm seine Trophäe für Platz zwei vom fünfmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier entgegen. Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, gratulierte Wittmann und übergab ihm den Pokal für Platz drei. „Das war ein besonderer Moment, auch wenn es die unterste Stufe auf dem Treppchen war“, sagte Wittmann. „Ich habe lange gebraucht, um am Norisring aufs Podium zu können. Auf fast jeder Strecke war ich schon erfolgreich, nur beim Heimspiel nicht.“

Während Mortara an der Spitze ein relativ ungefährdetes Rennen fuhr und nur in der Schlussphase auf Teamkollege Paffett aufpassen musste, kämpfte der sich zuerst an Philipp Eng, der am Ende Fünfter wurde, und Wittmann vorbei. „Ich war zwar etwas schneller als Edo, aber er hat gut verteidigt“, erklärte der Zweitplatzierte. Paul Di Resta wurde Vierter. Bestplatzierter Audi-Pilot im siebten DTM-Saisonrennen war Jamie Green auf Platz elf.

In der DTM-Fahrerwertung hat Gary Paffett erneut die Führung übernommen. Der Brite liegt mit 97 Punkten auf Platz eins vor Timo Glock (91 Punkte), der als Zehnter nur einen Punkt sammelte. Paul Di Resta liegt mit 79 Zählern auf Rang. Am Sonntag steht mit dem achten DTM-Saisonlauf das zweite Rennen beim Saisonhöhepunkt auf dem Norisring in Nürnberg an. Das Rennen startet um 13:30 Uhr, TV-Partner SAT.1 berichtet ab 13 Uhr live von der Strecke.

#48 Edoardo Mortara, Mercedes-AMG C 63 DTM

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM

Race 1 Start

DTM_RACE_1_Norisring_2018

Formel 3 | Rookie Marcus Armstrong triumphiert am Norisring

Rookie Marcus Armstrong triumphiert am Norisring

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Rennen 1
Strecke: Norisring / D
Pole-Position: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Rennsieger: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Wetter: sonnig, 15,9 °C

Mit einem Start/Ziel-Sieg auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring feierte Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing) seinen ersten Sieg in der FIA Formel-3-Europameisterschaft. Hinter dem Neuseeländer, der mit italienischer Lizenz startet, sahen Ralf Aron (PREMA Theodore Racing) und Jehan Daruvala (Carlin) die Zielflagge. Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP), der als Tabellenführer nach Nürnberg kam, musste sich nach einem Dreher mit Position 14 zufrieden geben, bleibt aber weiterhin an der Spitze der Fahrerwertung in der FIA Formel-3-Europameisterschaft.

Marcus Armstrong ging am Start in Führung und konnte sich bereits während der ersten Runde leicht von seiner Verfolgergruppe absetzen, die von Ralf Aron angeführt wurde. Als ebenfalls noch im ersten Umlauf Sacha Fenestraz (Carlin) nach einer Berührung mit Jonathan Aberdein (Motopark) in die Streckenbegrenzung fuhr, schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Strecke. Mit Beginn von Runde acht wurde das Treiben wieder freigegeben und Armstrong baute seine Führung sofort aus. Hinter ihm überholte Jehan Daruvala den bis dahin drittplatzierten Daniel Ticktum (Motopark) und machte fortan Jagd auf Aron.

Ungefähr ab Runde 20 kristallisierte sich ein Dreikampf um die Positionen zwei bis vier heraus, in den Aron, Daruvala und Ticktum verwickelt waren. Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing) auf Platz fünf konnte den Anschluss an seine Vorderleute nicht mehr halten, musste seine Hintermänner Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing), Jüri Vips (Motopark) und Marino Sato (Motopark) aber verstärkt im Auge behalten. Armstrong störte diese nicht, er hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vorsprung von fast drei Sekunden erarbeitet und brachte diesen sicher ins Ziel. Die Reihenfolge seiner Verfolger blieb fast unverändert: Somit ging Rang zwei an Aron, gefolgt von Daruvala, Ticktum, Schumacher, Shvartzman, Vips, Sato und Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing). Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing) komplettiert die Top Ten, für ihn ist der erste Punkt in der FIA Formel-3-EM.

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Dieses Rennen war nahezu perfekt. Ich hatte in dieser Saison auch schon Pech, so dass mich dieser Sieg nun besonders freut. Dabei hat mir natürlich auch geholfen, dass ich von der Pole-Position starten konnte und mein Team einen tollen Job gemacht hat.“

Ralf Aron (PREMA Theodore Racing): „Mein Start war gut, aber der Beginn von Marcus war ebenfalls klasse. In der ersten Kurve musste ich dann aufpassen, nicht in eine Kollision verwickelt zu werden, was mir zum Glück gelungen ist. Zeitweise hatte Jehan dann Druck auf mich ausüben können, aber ich habe keinen Fehler gemacht und Platz zwei nach Hause bringen können.“

Jehan Daruvala (Carlin): „Ich glaube, ich war nach der ersten Kurve Sechster, nach Runde eins aber schon Vierter. In der Safety-Car-Phase habe ich mich dann darauf konzentriert, meine Reifen auf Betriebstemperatur zu halten, um Daniel beim Restart attackieren zu können. Weiter nach vorne ging es aber nicht mehr, denn meine Vorderleute haben keinen Fehler gemacht.“

Start of the race, 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz) taking the lead from 7 Ralf Aron (EST, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 27 Daniel Ticktum (GBR, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 1, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Prize giving ceremony, 7 Ralf Aron (EST, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 9 Jehan Daruvala (IND, Carlin, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 1, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Prize giving ceremony, 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 1, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

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DTM und SUPER GT präsentieren gemeinsames Technisches Reglement

DTM und SUPER GT präsentieren gemeinsames Technisches Reglement

  • Neues „CLASS-1-Reglement“ für beide Rennserien steht für Sicherheit, Kostenreduzierung und Chancengleichheit
  • Gerhard Berger: „Ein Meilenstein für den internationalen Motorsport“
  • DTM und SUPER GT planen zwei gemeinsame Rennen 2019

Das neue Reglement für DTM und SUPER GT steht. Bei der DTM-Veranstaltung auf dem Norisring stellten Masaaki Bandoh, Vorsitzender des SUPER-GT-Dachverbandes GTA, und Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR, das neue technische Regelwerk vor. „Ein Meilenstein für den internationalen Motorsport“, beschrieb Berger das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen ITR und GTA. „Dieses Reglement ermöglicht es Herstellern und Teams, zu überschaubaren Kosten spektakulären Motorsport auf zwei Kontinenten zu betreiben – und damit viele Menschen zu erreichen.“

„Ich möchte mich bei Herrn Berger, den Herstellern in der DTM und SUPER GT, sowie allen weiteren Beteiligten für die Hingabe bei diesem Projekt bedanken“, sagte Bandoh. „Wie man am großen Erfolg unserer Demonstrationsrunden in Deutschland und Japan im vergangenen Jahr sehen konnte, wurde unsere Partnerschaft weiter vertieft.“

Das neue, gemeinsame Regelwerk basiert auf drei Säulen, die die DTM seit Jahren verfolgt und die packenden Motorsport garantieren: Sicherheit, Kostenreduzierung und Chancengleichheit. Die Fahrzeuge beider Serien gleichen sich bereits in vielen Bereichen. Ab der kommenden Saison 2019 setzt die DTM zu 100 Prozent auf das neue Regelwerk. Ein Jahr später sattelt auch die SUPER GT auf eine für die Langstreckenrennen in Asien minimal modifizierte Version des Reglements um.

Attraktive Plattform für Automobil-Hersteller

„Ich möchte mich bei Bandoh-san und allen Mitstreitern, die an dem neuen Reglement gemeinschaftlich gearbeitet haben, ganz herzlich bedanken“, sagte Berger. „Ich freue mich sehr, dass DTM und SUPER GT dem gemeinsamen Ziel – nämlich in Zukunft zusammen Rennen auszutragen – einen entscheidenden Schritt nähergekommen sind. Bei der Schaffung dieses richtungsweisenden, gemeinsamen Technischen Reglements haben wir unsere bisherige Linie konsequent weiterverfolgt. Darüber hinaus haben wir die technischen Weichen für die Zukunft der DTM gestellt, die auch künftig eine attraktive Plattform für Automobil-Hersteller bietet.“

„2019 werden wir erstmals gemeinsame Rennen austragen, in denen DTM- und SUPER-GT-Fahrzeuge zusammen antreten“, ergänzte Bandoh. „Ich glaube fest daran, dass die gemeinsamen Veranstaltungen Motorsport-Fans weltweit begeistern werden und dass sich SUPER GT und DTM zusammen kontinuierlich weiterentwickeln werden.“

„CLASS 1“: Gleichteile-Konzept als Erfolgsgarant

Wichtigste Grundlage des neuen Reglements ist das Gleichteile-Konzept. Dies führt zu einer deutlichen Kostenreduzierung und zahlt gleichermaßen in die Bereiche Sicherheit und Chancengleichheit ein. Komponenten aus nahezu allen Bereichen des Fahrzeugs werden vereinheitlicht und in Europa und Japan hergestellt und vertrieben. Für alle diese Bauteile müssen die beteiligten Hersteller keine kostenintensive Entwicklung mehr betreiben. Herzstück der Fahrzeuge ist das Kohlefaser-Monocoque mit integrierter Sicherheitszelle, das in der DTM bereits seit Jahren zum Einsatz kommt.

Ein wesentlicher Unterschied zum bisherigen Technischen Reglement der DTM werden die Motoren sein. Ein moderner 4-Zylinder-Turbomotor mit zwei Litern Hubraum löst die bislang eingesetzten V8-Aggregate ab. Die Leistung wird rund 620 PS – also gut 100 PS mehr als aktuell – betragen und es können Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 300 km/h erreicht werden. Das Plus an Leistung bedarf auch einem Plus an Bremsenergie. Dazu wird das aerodynamische Design des Vorderwagens angepasst, um mehr Kühlung für Motor und Bremsen zu ermöglichen. Darüber hinaus werden sich Front- und Heckdiffusor sowie der Heckflügel ändern, wo für das neue Einheitsreglement die bisherigen SUPER-GT-Spezifikationen übernommen werden.

Erste gemeinsame Rennen von DTM und SUPER GT im Jahr 2019

Auch wenn die japanische SUPER GT erst 2020 vollständig nach dem neuen Reglement fahren wird, sind bereits für das kommende Jahr zwei gemeinsame Rennen geplant – eins in Europa und eins in Asien. Der Modus richtet sich dabei nach dem Sportlichen Reglement der DTM mit zwei Sprintrennen ohne Fahrerwechsel und Nachtanken, jedoch mit einem Boxenstopp, bei dem alle vier Räder gewechselt werden. Dabei wird einmalig mit einer „Balance of Performance“ (BoP) gearbeitet, die die konzeptionell noch leicht unterschiedlichen Fahrzeuge beider Serien einander angleicht.

Die DTM-Saison 2018 ist im vollen Gang. Nach dem Saisonhöhepunkt auf dem Norisring stehen noch sechs weitere Veranstaltungen auf dem Programm. Die erste Saisonhälfte beschließt das Gastspiel im niederländischen Zandvoort vom 13. bis 15. Juli.

Nürnberg: DTM Norisring 2018, Nürnberg on June, 23, 2018, (Photo by Hoch Zwei)

Formel 3 | Rookie Armstrong holt Pole-Position am Norisring

Rookie Armstrong holt Pole-Position am Norisring

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Qualifying 1
Strecke: Norisring / D
Pole-Position: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Wetter: abtrocknend, 14,5 °C

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing, 0:52,529 Minuten) sicherte sich bei seinem ersten Auftritt auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring auf Anhieb die Pole-Position. Der Neuseeländer, der mit italienischer Lizenz startet, verwies in seiner Qualifying-Gruppe B Jehan Daruvala (Carlin, 0:52,624 Minuten) und Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing, 0:52,629 Minuten) auf die Plätze zwei und drei. In Gruppe A setzte sich Daniel Ticktum (Motopark, 0:54,553 Minuten) durch, Rang zwei ging an Ralf Aron (PREMA Theodore Racing, 0:54,771 Minuten) vor Jonathan Aberdein (Motopark, 0:54,828 Minuten). Da Armstrongs Rundenzeit auch aufgrund der trockeneren Strecke besser war als die von Ticktum, wird der Prema-Pilot den siebten Saisonlauf der FIA Formel-3-Europameisterschaft von der ersten Startposition beginnen.

Wegen der relativ kurzen Streckenlänge des Norisrings wurde das Qualifying der FIA Formel-3-EM in zwei verschiedenen Gruppen ausgetragen. In Gruppe A setzte sich Daniel Ticktum auf nasser Strecke durch. Fünf Minuten vor Schluss schob er sich an die Spitze, musste diese kurze Zeit später aber seinem Teamkollegen Jonathan Aberdein überlassen. Doch der Brite konterte erfolgreich und ließ sich danach nicht noch einmal von Platz eins verdrängen. Ralf Aron eroberte die zweite Position erst im letzten Augenblick vor Aberdein, Jüri Vips (Motopark, 0:54,866 Minuten) und Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing, 0:54,883 Minuten) komplettierten die Top 5 der Gruppe A.

In Gruppe B entwickelte sich über weite Strecken ein Kampf um die erste Position zwischen Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing, 0:52,886 Minuten), Jehan Daruvala, Ferdinand Habsburg (Carlin, 0:52,687 Minuten) und Mick Schumacher. Doch kurz vor Schluss fuhr Marcus Armstrong auf immer weiter abtrocknender Strecke die schnellste Rundenzeit und darf morgen von der Pole-Position ins erste Rennen des Wochenendes starten. Hinter Daruvala und Schumacher reihten sich im Klassement der Gruppe B Nikita Troitckii (Carlin, 0:52,676 Minuten) und Habsburg ein.

Weil sie im Freien Training die rote Ampel missachtet hatten, werden Ticktum und Artem Petrov (Van Amersfoort Racing, 0:52,933 Minuten) in der Startaufstellung um jeweils drei Positionen nach hinten versetzt. Schumacher und Habsburg unterlief der gleiche Fehler im Qualifying, so dass auch sie um jeweils drei Plätze zurückgesetzt werden.

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Es fühlt sich phantastisch an, die Pole-Position erobert zu haben. Es ist ein komplett anderes Gefühl als meine erste Pole-Position im vergangenen Jahr in der Formel 4. Damals war es eine große Überraschung, nun habe ich so hart dafür gearbeitet und meine, dass ich sie deshalb wirklich verdient habe. Außerdem war mein Team klasse und absolut fehlerfrei. Ich freue mich riesig.“

8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

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Zweiter Stadtkurs wartet auf die Formel-3-Piloten

Zweiter Stadtkurs wartet auf die Formel-3-Piloten

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Datum: 22. – 24. Juni 2018
Strecke: Norisring / D
Streckenlänge: 2,300 Kilometer
Rundenrekord FIA F3-EM: 0:47,949 Minuten (Callum Ilott 2017)
Distanz: 33 Minuten plus eine Runde

Nürnberg heißt am kommenden Wochenende das Reiseziel der Teams und Fahrer der FIA Formel-3-Europameisterschaft; auf dem dortigen nur 2,3 Kilometer langen Norisring werden die Saisonläufe sieben bis neun ausgetragen. Nach dem Saisonauftakt im südfranzösischen Pau messen sich
die 24 Nachwuchspiloten nun zum zweiten Mal auf einem Stadtkurs. Der britische Rookie Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP) möchte bei seiner Premiere auf dem Norisring seine Führung in der Fahrerwertung verteidigen, während die deutschen Starter Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing),
Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing) und Julian Hanses (ma-con)ihren Heimvorteil nutzen wollen.
Schumacher und Hanses konnten in der noch jungen Saison bereits überzeugen. Schumacher glänzte auf dem Hungaroring, als er im dritten Rennen Rang drei eroberte. Dabei begeisterte der in Diensten des Teams PREMA Theodore Racing
stehende 19-Jährige vor allem in der ersten Runde, als er sich vom neunten Startplatz bis auf die dritte Position nach vorne fahren konnte.

Rookie Hanses erlebte sein bisheriges Highlight auf der als besondere Herausforderung geltenden Strecke von Pau. Obwohl zum ersten Mal auf einem Stadtkurs unterwegs, qualifizierte er sich für Startplatz acht des zweiten Laufs und
wurde nach 27 Rennrunden sogar als Siebter abgewinkt.
Nach sechs absolvierten Rennen präsentiert sich die FIA Formel-3-EM 2018 sehr ausgeglichen, fünf verschiedene Piloten aus vier unterschiedlichen Teams durften
sich schon über mindestens einen Sieg freuen. Einzig Enaam Ahmed gewann zwei Rennen und setzte sich so an die Spitze der Fahrerwertung. Aber auch Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing), Sacha Fenestraz (Carlin), Ralf Aron
(PREMA Theodore Racing) und Daniel Ticktum (Motopark) nahmen bereits einen Siegerpokal mit nach Hause. Und vielleicht gesellt sich auf dem Norisring auch Jehan Daruvala (Carlin) zu dieser Gruppe hinzu. Der Inder triumphierte im Vorjahr in Nürnberg und wird alles geben, diesen Erfolg nun zu wiederholen.

Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing): „Der Reiz des Norisring liegt für mich vor allem darin, dass viele Runden zu fahren sind und dass das Fahrerfeld so eng beisammen liegt, weil die Strecke so kurz ist. 2017 war es gerade das
zweite Mal für mich, dass ich überhaupt auf einem Stadtkurs angetreten bin, mittlerweile ist das nicht mehr so neu. Es ist schwer zu sagen, wie das Wochenende laufen wird, denn das kann man gerade am Norisring gar nicht voraus sehen. Aber auf jeden Fall werde ich mich viel wohler fühlen und mit
mehr Sicherheit auf die Strecke gehen.”

Am Sachsenring wird der verstorbene Ralf Waldmann mit einer Ralf Waldmann-Kurve geehrt

Am Sachsenring wird der verstorbene Publikumsliebling Ralf Waldmann mit einer Ralf Waldmann-Kurve geehrt

Am Wochenende (22. bis 24. Juni) findet auf dem Sachsenring die ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung statt. Am Freitagabend (22. Juni) wird um 17 Uhr die legendäre Kurve 11 auf dem Sachsenring zur Ralf Waldmann-Kurve umbenennt. Dies findet im Fahrerlager 1 hinter den Boxen bei freiem Eintritt für die Motorradfans statt.

Ralf Waldmann war einer der erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer und verstarb am 10. März 2018 völlig überraschend im Alter von 51 Jahren. „Waldi“ ist mit 20 GP-Siegen in den Klassen 125 und 250 ccm der erfolgreichste Grand Prix-Rennfahrer, der nie Weltmeister wurde. Seinen ersten Grand Prix-Sieg feierte Ralf Waldmann am 26. Mai 1991 auf dem Hockenheimring in der 125 ccm Klasse – Hockenheim ist ja die Partnerstadt von Hohenstein-Ernstthal. 1996 und 1997 verfehlte Waldmann den WM-Titel in der Viertelliterkategorie (250 ccm) nur ganz knapp und wurde jeweils Vizeweltmeister hinter Max Biaggi aus Italien.

Der gebürtige Ennepetaler hat sich sehr für den Motorrad-GP auf dem Sachsenring eingesetzt und begeisterte die vielen Fans mit einem tollen dritten Platz beim Motorrad-WM Lauf 1999 auf dem Sachsenring. Hinter Sieger Valentino Rossi (Aprilia) und Loris Capirossi (Honda) überquerte „Waldi“ unter dem Jubel der vielen Zuschauer mit 9,030 Sekunden Rückstand als Dritter auf einer Aprilia die Ziellinie im Rennen in der 250 ccm Klasse. Im Jahre 2009 haben Martin Wimmer und Ralf Waldmann dann zusammen den Motorradhersteller MZ in Zschopau gekauft, doch bereits 2010 ist Waldmann bei MZ wieder ausgestiegen. Im Vorjahr ging Ralf Waldmann bei der Sachsenring Classic an den Start und leistete sich in der Kurve 11, die jetzt nach ihm benannt wird, einen Ausrutscher. Beim Fernsehsender Eurosport berichtete Ralf Waldmann als Experte von den Motorrad-WM-Rennen.

Die ADAC Sachsenring Classic findet von Freitag bis Sonntag statt, das Wochenendticket inklusive Fahrerlagerzugang kostet im Vorverkauf 20,- Euro, an der Tageskasse beträgt der Preis 30,-. Die Tageskarten für am Samstag und Sonntag kosten jeweils 20,- Euro, der Eintritt am Freitag ist frei. Weitere Informationen über die ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung gibt es im Internet unter www.sachsenring-classic.de.

 Text  : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

 

Foto 1 : Der 20-fache Grand Prix-Sieger Ralf Waldmann (Ennepetal/Honda 250 ccm) im Vorjahr bei der ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung ( von Fotograf Hermann Rüger )

 

Foto 2 : Ralf Waldmann (Bildmitte) mit seiner Freundin Heike und Rennfahrerkollege Rainer Pommer im Vorjahr bei der ADAC Sachsenring Classic-Veranstaltung ( von Fotograf Hermann Rüger )

Die DTM am Norisring: 18 Raser in der Nürnberger City

Die DTM am Norisring: 18 Raser in der Nürnberger City

  • Marco Wittmann peilt den ersten Heimsieg in der DTM an
  • Mercedes-AMG ist am Norisring die erfolgreichste
  • MarkePublic Viewing: Deutschland gegen Schweden am Samstagabend

Kurze Strecke, lange Historie. Am kommenden Wochenende ist wieder Nervenkitzel angesagt am Norisring. Die DTM ist seit 1987 Stammgast bei der Stadtrundfahrt im „Fränkischen Monaco“. Die Atmosphäre ist einzigartig auf dem einzig verbliebenen Stadtkurs in Deutschland, die Stimmung zwischen Grundig-Kehre und Dutzendteich besonders. Spektakulär und faszinierend ist der rasende Verkehr der 18 Piloten durch die Nürnberger City. Nur 2,3 Kilometer Länge, über 250 km/h auf der Geraden, mächtige Bremsmanöver vor den Spitzkehren, millimetergenaue Steuerkunst entlang den alten Mauern hinter der Steintribüne – diese halsbrecherische Herangehensweise reizt die Fahrer immer wieder.

Allen voran Marco Wittmann, der nur ein paar Radlängen entfernt in Fürth geboren wurde. Der BMW-Pilot gewann vor gut zwei Wochen das DTM-Rennen am Sonntag in Budapest und ist mit 51 Punkten Fünfter in der Gesamtwertung. „Ich habe natürlich hohe Erwartungen. Mit einem Sieg im Gepäck zum Norisring zu reisen, fühlt sich auf jeden Fall gut an. Ich freue mich schon riesig auf das Wochenende, denn ich bin wohl der einzige Fahrer im Feld, der solch ein Heimrennen hat, weil er so nah an einer Strecke wohnt. Zu wissen, dass alle Fans, der Fanclub, Familie und Freunde vor Ort dabei sind, ist cool und gibt einen zusätzlichen Schub. Ich habe mit dem Norisring und dem Podium dort noch eine Rechnung offen. Im vergangenen Jahr war es bereits sehr knapp, deshalb hoffe ich, dass mir in diesem Jahr der Sprung auf das Treppchen gelingt.“ Wittmann war bereits zweimal Vierter, einmal Fünfter und zweimal Sechster. Nun soll ihm der große Wurf gelingen.

Spengler und Martin schrieben BMW-Geschichte
Markenkollege Timo Glock reist derweil als DTM-Spitzenreiter nach Mittelfranken. Nach sechs Rennen hat Glock 90 Punkte auf seinem Konto. Im vergangenen Jahr war der Norisring ein sehr gutes Pflaster für die Piloten aus München. Im Samstagsrennen holte Bruno Spengler den ersten Norisring-Sieg für BMW seit 25 Jahren sowie den gleichzeitig 25. Sieg seit dem DTM-Comeback 2012. Tags darauf gewann Maxime Martin. Es war ein weiterer Meilenstein, der 75. Sieg von BMW in der Geschichte der DTM.

Härtester Widersacher von Glock ist Gary Paffett. Der Mercedes-AMG-Pilot liegt elf Punkte hinter dem Ersten der Fahrerwertung. „Der Ausgang des letzten Rennens in Budapest war sehr enttäuschend für uns. Aber der Saisonstart verlief sehr gut und das Auto war auch auf dem Hungaroring sehr schnell. Entsprechend glaube ich, dass wir allen Grund haben, um positiv gestimmt in das Wochenende zu gehen. Auf dem Norisring wird das Kräfteverhältnis meiner Meinung nach viel ausgeglichener sein, da der Streckenverlauf niemandem besonders entgegenkommt. Deshalb wird es darum gehen, das Beste aus dem Auto und dem Setup herauszuholen. Natürlich wäre es großartig, dort erneut zu gewinnen.“ Mit 18 Siegen ist Mercedes-AMG die mit Abstand erfolgreichste Marke auf dem Stadtkurs in Nürnberg.

Bodenwellen erschweren Aufgabe der Fahrer
Im vergangenen Jahr gab es am Sonntag ein fantastisches Fotofinish um Platz drei, in dem der Audi von Mattias Ekström, der BMW von Marco Wittmann und Edoardo Mortara im Mercedes-AMG nebeneinander über die Ziellinie fuhren – um ganze 0,027 Sekunden getrennt. „Wenn es um spannendes Racing und packende Überholmanöver geht, ist der Norisring die beste DTM-Rennstrecke überhaupt“, sagt Jamie Green, der in Nürnberg bereits vier DTM-Rennen gewann, derzeit allerdings mit zehn Punkten nur 16. in der Gesamtwertung ist.

Auf die richtige Abstimmung kommt es an am Norisring. Um auf den langen Geradeauspassagen möglichst wenig Zeit zu verlieren, wird mit minimalem Abtrieb gefahren. Entsprechend unruhig verhalten sich die Autos während der Bremsvorgänge, weshalb es für die beste Rundenzeit neben der Motorleistung auf ein perfektes Setup ankommt. Dass sich die Bodenwellen jedes Jahr ändern, erschwert die Aufgabe für die Fahrer zusätzlich.

FHR 100 Meilen Trophy erstmalig bei der DTM im Programm
Neben den beiden DTM-Läufen gibt es auf dem Zeppelinfeld ein vielfältiges sportliches Rahmenprogramm mit der FIA Formel-3-Europameisterschaft, der 100 Meilen Trophy, den Norisring Classics und dem Red Bull Skydive Team. Neu im Umfeld der DTM ist die FHR 100 Meilen Trophy, die 2017 ihre erste Saison bestritt. Diese neue Rennserie umfasst GT- und Rennsportwagen der Baujahre 1966 bis 1988. Im interessanten Starterfeld finden sich Fahrzeuge von Porsche, Mercedes, BMW, Reynard, Lola, Chevron, de Tomaso, Plymouth oder Ford Mustang. Die Norisring Classics beinhalten eine Ausstellung von insgesamt maximal 75 Fahrzeugen (25 pro DTM-Hersteller) inklusive einer zehnminütigen Demonstrationsfahrt jeweils am Samstag und Sonntag. Während der Startfeldpräsentation kommt das Red Bull Skydive Team zum Einsatz. Die außergewöhnlich begabten Luftakrobaten sorgen in ihren Wingsuits für Nervenkitzel mit einstudierten Choreographien und spektakulären Stunts. Die Luft ist ihr Zuhause.

Auch Fußballfans müssen trotz der zeitgleich stattfindenden Weltmeisterschaft nicht auf einen Norisring-Besuch verzichten: Das Spiel zwischen Deutschland und Schweden wird am Samstagabend ab 20 Uhr auf den Großbildschirmen an der Rennstrecke übertragen. Die beiden Saisonrennen vom Norisring zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“ am Samstag (23.6.) und am Sonntag (24.6.) jeweils ab 13:00 Uhr. In Österreich ist ORF Sport+ an beiden Tagen auf Sendung. Rennstart ist jeweils um 13:30 Uhr. In der Schweiz zeigt MySports erstmals beide Rennen live. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen im Livestream gezeigt.

Start, #6 Robert Wickens, Mercedes-AMG C 63 DTM, #48 Edoardo Mortara, Mercedes-AMG C 63 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #7 Bruno Spengler, BMW M4 DTM

#2 Gary Paffett, Mercedes-AMG C 63 DTM

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM

Marcel Schrötter erzielt als Vierter sein bestes Grand Prix-Resultat

Marcel Schrötter erzielt als Vierter sein bestes Grand Prix-Resultat

Beim Großen Preis von Catalunya in BarceIona/Spanien verpasste Marcel Schrötter (Pflugdorf) um weniger als eine Sekunde seinen ersten Podiumsplatz bei der Motorrad-WM. In der Moto2-Klasse ging Kalex-Pilot Marcel Schrötter in seinem 100. Moto2-Rennen als Dritter erneut aus der ersten Startreihe ins Rennen und lag in den ersten vier Runden auf dem zweiten Platz. Nach einem Verbremser fiel Schrötter auf den achten Platz zurück und kämpfte sich dann wieder nach vorne. Das Rennen gewann der Italiener Fabio Quartararo (Speed Up) nach 22 Runden mit 2,492 Sekunden vor dem Portugiesen Miguel Oliveira (KTM) sowie dem Spanier Alex Marquez (Kalex). Marcel Schrötter hatte als Vierter 4,398 Sekunden Rückstand, sein Dynavolt Intact GP-Teamkollege Xavi Vierge (Spanien) wurde Fünfter. Der Italiener Francesco Bagnaia (Kalex) belegte den achten Rang und führt die WM mit 119 Punkten knapp vor Oliveira mit 118 Zählern an. Der 25-jährige Marcel Schrötter, der 2009 Europameister in der 125 ccm Klasse war, ist mit 50 Punkten WM-Neunter.

Im Moto3-Rennen verpasste der 22-jährige Philipp Öttl (Ainring/KTM) mit dem 16. Platz erneut die Punkteränge. Enea Bastianini (Honda) siegte mit nur 0,167 Sekunden ganz knapp vor seinem Landsmann Marco Bezzecchi (KTM), der für das deutsche Redox Prüstel-GP Team startet. In der WM baute Bezzecchi seinen Vorsprung mit 103 Punkten vor Fabio Di Giannantonio (Italien) mit 84 Zählern weiter aus. Philipp Öttl, der in Jerez/Spanien gewann, liegt mit 36 Punkten auf dem 11. Gesamtrang.

Beim MotoGP-Rennen dominierte Ex-Weltmeister Jorge Lorenzo (Ducati), der Spanier siegte mit 4,479 Sekunden vor seinem Landsmann Marc Marquez (Honda) sowie Yamaha-Pilot Valentino Rossi (Italien). Weltmeister Marquez vergrößerte die WM-Führung mit 115 Punkten vor Rossi mit 88 Zählern. Im nächsten Monat findet vom 13. bis 15. Juli der Motorrad-Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal in der Nähe von Chemnitz statt. Weitere Informationen über den Sachsenring-GP gibt es unter www.srm-sachsenring.de.

Text:  Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

 

Foto: Moto2-Pilot Marcel Schrötter (Pflugdorf/Kalex) erzielte in Barcelona als Vierter sein bestes Grand Prix-Ergebnis ( Foto von Hartmut Reuschel / Moto-Foto )