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23. März 2026Die Nürburgring Langstrecken-Serie hat beim zweiten Lauf der Saison 2026, der aufgrund der Absage vor einer Woche den Saisonauftakt bildete, erneut gezeigt, warum sie zu den faszinierendsten Rennserien im Motorsport zählt. Auf der Nordschleife treffen Performance, Strategie und Reglement mit einer Härte aufeinander, die selbst große Namen vor Probleme stellt.
Pole-Position und starke Anfangsphase für Winward
Schon im Qualifying setzte Max Verstappen ein deutliches Zeichen. Mit einer Rundenzeit von 7:51.751 Minuten stellte er den Mercedes-AMG GT3 auf die Pole Position und unterstrich eindrucksvoll sein Tempo auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Auch im Rennen behauptete sich das Mercedes-AMG-Trio zunächst an der Spitze, musste sich jedoch früh intensiven Angriffen stellen.
Druck von der Konkurrenz
Besonders Christopher Haase sorgte für Druck und konnte zwischenzeitlich die Führung übernehmen. In einem hochklassigen Schlagabtausch wechselten die Positionen mehrfach, ehe sich das Mercedes-AMG-Team wieder nach vorne kämpfte und als erstes Fahrzeug die Ziellinie überquerte.
Der Wendepunkt nach dem Rennen
Was sportlich wie ein perfekter Einstand wirkte, entwickelte sich nach dem Rennen zu einem der dramatischsten Wendepunkte des Wochenendes. Bei der technischen Nachkontrolle wurde ein Verstoß gegen das Reglement festgestellt: Das Team hatte sieben statt der erlaubten sechs Reifensätze eingesetzt. Die Folge war die Disqualifikation und der Verlust des sicher geglaubten Sieges.
BMW profitiert – Sieg für ROWE Racing
Damit ging der Erfolg nachträglich an Dan Harper und Jordan Pepper im BMW M4 GT3 von ROWE Racing. Ein Sieg, der exemplarisch für die Besonderheiten der Nordschleife steht, wo nicht nur die Leistung auf der Strecke zählt, sondern auch die fehlerfreie Umsetzung aller Regularien.
Starke Aufholjagden und Klassensiege
Auch hinter der Spitze bot das Rennen zahlreiche Geschichten. Falken Motorsports überzeugte mit einer starken Aufholjagd von Startplatz zehn und profitierte ebenso von den Verschiebungen im Klassement. BLACK FALCON sicherte sich mit einem Porsche nicht nur einen Podiumsplatz, sondern auch den Sieg in der PRO-AM-Wertung sowie in der SP9-AM-Klasse.
In den weiteren Klassen setzten sich Smyrlis Racing in der CUP3, PROsport Racing im Mercedes-AMG GT4 in der SP10 sowie Sorg Rennsport mit einer Toyota Supra in der VT2-RWD durch. Die Vielfalt der Sieger unterstreicht einmal mehr die besondere Struktur der NLS, in der zahlreiche Klassen parallel um Erfolge kämpfen.
Volle Ränge an der Nordschleife
Rund 25.000 Zuschauer verfolgten das Rennen vor Ort und erlebten einen Lauf, der alles bot, was die Serie auszeichnet: enge Zweikämpfe, taktische Entscheidungen und ein Finale, das erst nach dem Fallen der Zielflagge entschieden wurde.
Ausblick auf den nächsten Lauf
Am Ende bleibt ein Rennwochenende, das die Härte und Faszination der Nordschleife eindrucksvoll widerspiegelt. Der nächste Lauf, die 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am 11. April 2026, verspricht bereits die nächste unvorhersehbare Geschichte auf der Grünen Hölle.
Text: Mario Herzog
Bilder: Mario Herzog | Herzog Sportfoto




