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22. September 2025Anfang September hat die einzigartige Rennveranstaltung TRACK&DRECK ihre Premiere auf der Rennstrecke der Motorsport Arena in Oschersleben und im nahegelegenen Offroad-Gelände Area39 in Gröningen gefeiert. Das Münchner Unternehmen ORZ, das eigentlich auf den Umbau und die Veredelung von Fahrzeugen der Marke Jeep spezialisiert ist, lud Besitzer von Geländewagen aller Marken mit ihren Fahrzeugen in die Magdeburger Börde ein. Dort erlebten sie drei Tage lang ein außergewöhnliches und weltweit noch nie dagewesenes Ereignis: Jeder Fahrer musste sich mit seinem Offroader in zwei völlig unterschiedlichen Situationen beweisen – auf dem Track und im Dreck!
Zwölf Geländewagen erobern die Rennstrecke
Die Rennveranstaltung startete auf der Rennstrecke in Oschersleben, wo zwölf Offroader zwei Stunden lang ihre Runden drehten. Dabei bot das Fahrzeugaufgebot einen besonders spektakulären Anblick: Ein 2,6 Tonnen schwerer und 717 PS starker Jeep Gladiator Hellcat, der mit dem Journalisten und Rennfahrer Christoph Kragenings am Steuer das Feld im Rahmen der Instruktionsfahrten anführte. Das Gefolge setzte sich aus einem bunten Geländewagen-Mix zusammen – dazu gehörten neben einem fast serienmäßigen Dacia Duster, eine Mercedes-Benz X-Klasse, Toyota, Land Rover, zahlreiche Jeep und ein extremer Offroad-Buggy.
„Wir haben ein tolles Starterfeld zusammenbekommen und ich freue mich über jeden Teilnehmer, der den Weg nach Oschersleben auf sich genommen hat“, sagte ORZ-Geschäftsführer Patrick Schittko. „Viele Starter kommen aus Süddeutschland und die meisten von ihnen waren noch nie auf einer Rennstrecke. Deswegen machte sich im Vorfeld etwas Nervosität breit, aber nach zwei Stunden purer Fahrzeit haben alle Gesichter gestrahlt.“
Ruhe und Geschick sind im Gelände gefragt
Um Chancengleichheit auf der 3,7 Kilometer Strecke zwischen den unterschiedlichen Allradlern zu gewährleisten, wurde die Veranstaltung, die im Rahmen eines Trackdays des Deutschen Sportfahrer Kreis stattfand, als Gleichmäßigkeitsprüfung gewertet. Das bedeutet das nicht die schnellste Runde zählte, sondern eine konstante Fahrweise über mehrere Umläufe hinweg. Das machte das Spektakel nicht weniger spannend, denn rasch bemerkte jeder Teilnehmer, dass die Gleichmäßigkeit vor allem im immer wiederkehrenden Grenzbereich von Fahrer und Fahrzeug zu erreichen war.
Das Ergebnis verblüffte: Die Offroader fuhren auf grobstelliger Geländebereifung mit meist rund einem Meter Durchmesser Rundenzeiten im Bereich von zwei Minuten und lagen damit auf dem Niveau manch eines sportlichen Serienfahrzeuges. Mehrere Teilnehmer lagen in der Rundenabweichung innerhalb von Tausendstelsekunden und am Ende entschieden 0,003 Sekunden, wer den Sieg auf dem Track einfuhr: Der 18-jährige Lukas Pauli mit seinem Vater Josef als Beifahrer. Das Sohn-Vater-Gespann im Jeep Wrangler JL Rubicon mit 3,0-Zoll-Höherlegungsfahrwerk und 37-Zoll-Bereifung lieferte die beste Leistung ab und freute sich über Platz eins in der Motorsport Arena Oschersleben.
An den beiden darauffolgenden Tagen kämpften sich die Geländewagen, gemäß den Regularien technisch komplett unverändert zum Vortag, durch den anspruchsvollen Offroad-Park der Area39 von Rallye-Legende Armin Schwarz. Dort galt es, verschiedene Sektionen zu absolvieren und möglichst wenig Strafpunkte einzufahren. In den unterschiedlichen Strecken, geprägt von steilen Anstiegen und Abfahrten, blinden Kuppen, Verschränkungspassagen sowie schlammigen Wasserlöchern, war Ruhe, Geschicklichkeit und bei Bedarf ein beherzter Tritt auf das Gaspedal gefragt. Es standen jeweils unterschiedliche Routen bereit und je nach Schwierigkeitsgrad erhielten die Starter Strafpunkte. Am besten kam Christian Zierhut im Jeep Buggy durch die sechs Sektionsprüfungen der Area39. Mit nur 700 Strafpunkten entschied er die Geländewertung für sich. Doch genau hier lag der Reiz im Programm, das der Veranstaltung den Namen gab: Durch die weniger gute Leistung im Track-Teil kam Zierhut in der Gesamtwertung nur auf Platz sieben mit 54600 Strafpunkten. In der Gesamtwertung freute sich schlussendlich Peter Pauli über den ersten Platz bei der Premiere von TRACK&DRECK. Pauli, der einen um 3,5 Zoll höhergelegten Jeep Wrangler JK mit grobstolliger 37-Zoll-Bereifung steuerte, überzeugte mit Konstanz und sammelte nur 9500 Fehlerpunkte.
„Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer – das ist eine herausragende Leistung. Vielen Dank außerdem an alle Starter, Aussteller, Sponsoren und Besucher unserer Veranstaltung. Ich bin überwältigt, dass wir durchgehend positive Rückmeldungen erhalten haben und einzigartige Momente erleben durften“, so Schittko. „Dieses Event ist ein Herzensprojekt und in den kommenden Wochen machen wir uns Gedanken, wie wir diese außergewöhnliche Rennveranstaltung weiterleben lassen.“
Text: Christoph Kragenings | www.youtube.com/@christophkragenings
Bilder: ORZ GmbH
























