Peugeot hat beim zweiten Lauf der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft in Spa-Francorchamps Geschichte geschrieben: Der französische Hersteller sicherte sich erstmals seit seinem WEC-Comeback die Pole-Position in der Hypercar-Klasse.
Für die Sensation sorgte Malthe Jakobsen im #94 Peugeot 9X8. Der Däne setzte sich in der Hyperpole mit einer Bestzeit von 2:00,653 Minuten knapp gegen den #12 Cadillac von Jota Sport durch. Der Vorsprung betrug lediglich 0,043 Sekunden. Rang drei ging an Alpine, während Ferrari und Toyota überraschend keine Rolle im Kampf um die Spitze spielten.
Dabei begann das Qualifying für Jakobsen alles andere als optimal: Bereits in der ersten Session drehte sich der Peugeot-Pilot in Raidillon und verursachte dabei einen Reifenschaden durch Flatspots. Nach einem zusätzlichen Boxenstopp rettete er sich dennoch in die Hyperpole und lieferte dort die entscheidende Runde ab. Für Peugeot ist es die erste Pole-Position in der Hypercar-Ära und ein wichtiges Ausrufezeichen vor den anstehenden 24 Stunden von Le Mans.
Auch in der LMGT3-Klasse gab es Grund zum Jubeln für einen französischen Hersteller: Hadrien David sicherte dem #78 Akkodis ASP Team Lexus RC F LMGT3 die Pole-Position. Mit einer Zeit von 2:16,612 Minuten setzte sich der Franzose gegen den #27 Aston Martin von Heart of Racing durch. Platz drei ging an den #77 Ford Mustang von Proton Competition. Besonders stark: Bereits im regulären Qualifying hatte das Schwesterauto mit der Startnummer #87 die Bestzeit gesetzt, bevor David in der Hyperpole nachlegte und Lexus damit die Klassen-Pole bescherte.
Bilder: Mario Herzog | Herzog Sportfoto
Text: Mario Herzog