Category Archives: BMC Hockenheim

BMC NEWS | Mai Pokal Revival 2018 auf dem Hockenheimring

Hockenheim und Motorradrennen sind Dinge die zusammen gehören.

Und das schon seit dem Ursprung, als 1932 der Hockenheimring mit dem BMC, dem Badischen Motorsport Club, als veranstaltender Club begann, die Rennen zu organisieren. Traditionell wurden die ersten Rennen zu Beginn des Monats Mai, meistens noch am Muttertag, gestartet. Damit war der Grundstein für die Namensgebung Mai Pokal Rennen gelegt

In den letzten Jahrzehnten verschwand die Veranstaltung vom Terminkalender und geriet in Vergessenheit. Zusammen mit dem BMC holte Klassik Motorsport die Veranstaltung wieder aus der Versenkung, als „Mai Pokal Revival“. Neben des Jim Clark Revival für Rennwagen gewinnt der Hockenheimring nun eine weitere Veranstaltung für klassische Motorräder. Mit dabei auch das Treffen für ehemalige Rennfahrer, eine Ausstellung mit vielen Exponaten im Pavillon. Mit unter den Ehrengästen, der Botschafter des Rennens, Doppel-Weltmeister Dieter Braun und Martin Wimmer, der 1985 den Großen Preis von Deutschland in der 250er Klasse gewann. Bei der Gedenkfahrt für den kürzlich verstorbenen Peter Rubatto auf dem Rundkurs des Hockenheimring nahmen mehrere dutzend Fahrzeuge aus allen Epochen teil.

Dass das Revival bei den Fahrer eine besondere Anziehungskraft ausübt, zeigt das Meldeergebnis von rund 450 Teilnehmern. Rennmotorräder bis zum Jahr 2000 in verschiedenen Klassen waren am Start. Darunter auch einige Piloten, die im Alter ihrem Sport treu geblieben sind. So starteten in der Superbikeklasse mit Bernhard Schick, Manfred Fischer, Heinz Platacis, Harry Fath, Herbert Hauf einige ehemalige Meister vergangener Zeiten. Den Kampf um den Sieg gegen die alten Hasen allerdings, machten zwei jüngere Piloten aus der Region unter sich aus. Besonders erfreulich für Nicolai Kraft. Der erst 20 jährige Hockenheimer konnte sich in beiden Rennen gegen den Heidelberger Martin Bähr (beide Suzuki GSX-R 750) durchsetzen. Damit führt Kraft auch die Meisterschaftstabelle mit Punktemaximum aus 4 Rennen vor Bähr an.

Wenngleich die Zuschauerresonanz noch sehr Bescheiden war, die Auferstehung des Mai Pokal Rennens ist geglückt. Einer Wiederholung in den nächsten Jahren steht zumindest von den Organisatoren nichts im Wege. Schließlich sollen für die kommenden Generationen Fahrzeuge und Rennhelden vergangener Zeiten in Erinnerung bleiben.

Text: Manfred John / Chris Sass
Fotos: Chris Sass

 

Mai-Pokal-Revival-2018

BMC NEWS | Klassik Trophy 2018, DMV Mai-Pokal-Revival, Motodrom Hockenheim, 11.-13. Mai 2018

Klasse und Masse

Nur wenige Wochen nach dem Automobilklassiker, dem Jim Clark Revival für Rennwagen auf dem Hockenheimring, sind anschließend die Motorrad-Klassiker dran. Mit dem Mai Pokal Revival wird an die glorreichen Zeiten erinnert, als auf dem alten Hockenheimer Ring und später im Motodrom die Weltelite der Zweiradzunft ihre Rennen austrugen. Ein Hauch von Nostalgie wird dieses Jahr aufkommen, wenn Klassik Motorsport in Zusammenarbeit mit dem Traditionsclub, dem BMC, die Rennen für Motorräder bis zum Millenniumswechsel durchführt.

Vom internationalen Motorradsport verbannt sind beispielsweise die Zweitaktraketen, die in der Klassik Trophy ihre Auferstehung feiern. Allein in der 350cm³ Klasse, in der Motorsportlegende Toni Mang der letzte und ewige Weltmeister ist, haben über 30 Fahrer aus 7 Ländern ihre Nennung abgegeben. Übrigens war es der Lampertheimer Manfred Herweh, der 1982 den letzten ausgetragenen Weltmeisterschaftslauf auf dem Hockenheimring gewann.

Es werden aber noch weitere Erinnerungen wach, wenn die kleinsten 50 cm³ Renner am Start stehen. Rief 1959 der damalige Präsident des Hockenheimer Motorsportclub, Wilhelm Herz, diese Klasse ins Leben und etablierte damit die hubraumkleinste Klasse im Motorradsport. Und Hand aufs Herz, bei vielen der älteren Semester hieß der erste fahrbare Untersatz Kreidler, Zündapp oder Hercules.

Spektakulär und bei den Zuschauern besonders hoch im Kurs steht die Seitenwagenklasse. Nicht umsonst wurden die Piloten mit den Schmiermaxen im Boot die Akrobaten auf 3 Rädern bezeichnet. Die Beifahrer müssen in dem als Boot bezeichneten Beiwagen regelrechte Turnübungen vollführen, sich in den Kurven weit heraus lehnen oder das Hinterrad belasten. Enorme körperliche Fitness ist gefragt.

Besonders attraktiv präsentiert sich die Paradeklasse. Starten doch hier Fahrer mit außergewöhnlichem Maschinenmaterial, ehemaligen Werksmaschinen, seltene Produktions-Renner und Rennmaschinen, die man nicht jeden Tag sieht. Außerdem sind ehemalige Meister aus dem In- und Ausland mit am Start.

Bisher haben über 450 Fahrer aus 12 Ländern haben ihre Nennung abgegeben. Der Hockenheimring steht 3 Tage ganz im Zeichen des Motorradsports. Rennfans streichen sich den Termin im Kalender rot an: Zum Mai Pokal Revival am zweiten Mai-Wochenende, dem Muttertag nach Hockenheim, so wie es früher schon Tradition war.

Fotos

Akrobaten auf 3 Rädern: Bei den Zuschauern besonders beliebt wegen der turnerischen Fähigkeiten der Schmiermaxen.

Auferstehung: Die Zweitaktraketen sind zurück auf der Rennstrecke

Mai-Pokal-Revival-2018

Mai-Pokal-Revival-2018

www.klassik-motorsport.de

Bosch Hockenheim Historic - Das Jim Clark Revival 2018 | Foto: Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH

BMC NEWS | Die Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival

Die Helden des Motorsports vergangener Zeiten und ihre Rennwagen sind nicht vergessen, dies zeigten 25.000 Zuschauer bei den „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival.

Der Sound und die Optik der rund 500 historischen Rennfahrzeuge weckten die Begeisterung der Fans im Motodrom auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 20. April bis zum22 April. Die Fahrzeuge aus allen Klassen und Epochen wurden im echten Renntempo über die Rennstrecke bewegt, bei blauem Himmel und viel Sonnenschein. Die Teams und Fahrer boten für den Besucher Motorsport zum Anfassen, indem sie dem Interessierten die Möglichkeit gaben bis wenige Zentimeter an die Fahrzeuge heranzukommen, oder sie sogar daran Platz nehmen ließen. Noch näher war es kaum möglich. Nah konnte man auch echten Rennstars wie Jochen Mass, Christian Danner, Kurt Brixner, Marco Werner und Ellen Lohr bei der Autogrammstunde treffen.

Bei den Bosch Hockenheim Historic erinnerte man traditionell auch an einen der besten Rennfahrer der Welt : Jim Clark. Der Unfalltod des zweimaligen Formel 1 Weltmeister auf dem Hockenheimring jährte sich am 7. April 2018 zum 50. Mal. An Jim Clark wurde über die drei Tage der Veranstaltung erinnert und gewürdigt. So fand auch ein große Sonderausstellung statt und berührte mit neuen Fundstücken zu Jim Clark. Colin Champans Sohn Clive stellte einen original Renn-Lotus der die Ausstellung würdig vervollständigte. Besonders berührend waren die Fotos aus dem Buch „Jim Clark Racing Hero“ und dem Film „Das letzte Rennen eines Stars“ über den 7. April 1968 in Hockenheim.

Da sich dieses Wochenende zu ehren Jim Clark´s drehte, fand auch eine emotionale Gesprächsrunde statt in der echte Zeitzeugen am Sonntag zu Wort kamen. In der Runde saßen außerdem der Cousin Doug Niven und der Neffe Ian Calder von Jim Clark. Auch der ehemalige Lotus-Finanzchef Warren King. DTM Fahrer Roland Asch und der ehemaligen Formel 1 Fahrer Jochen Mass. Auch Fotograf Werner Eisele, der als erster mit Winfried Kolb am Unfallort war. „Wir haben gedacht, Jim sei nur bewusstlos. Ich habe Fotos gemacht, um sie ihm zu zeigen, wenn er aufwacht.“, erinnerte sich. Sowie der Renn-Stewart von 1968 Grahame White der sichtlich bewegt sagte: „ Wir konnten es einfach nicht glauben. Jim Clark konnte nicht tot sein. Nicht er, der Beste überhaupt.“

Die Rennen:

Das Motodrom wurde zum Beben gebracht als die BOSS GP Serie (Big Open Single Seater) mit ihrem fliegenden Start in die erste Runde fuhren. Zum ohrenbetäubenden Sound der Serie trugen die Zehnzylinder der Formel 1 und die Achtzylinder der GP2 bei. So entstand eine Geräuschkulisse wie sie echte Fans lieben. Ingo Gerstl (Toro Rosso STR) und Phil Stratford wurden wie erwarte in ihren Formel 1 Wagen Erster und Zweiter in den beiden ersten Läufen der Saison 2018. Auch wenn es mit 0,3 Sekunden für Gerstl ein knapper Sieg wurde. Tiefer aber nicht leiser wurde der Sound dann bei den CANADIAN AMERICAN Challenge Cup. Das erste Rennen gewann Felix Haas im Lola T 294 und Sonntags Georg Hallau mit Lola T310. Ein absolutes Higlight waren die historischen Formel 2 welche mit beeindruckender Markenvielfalt am Start waren. (Brabham, Chevron, Ralt, March, Lotus). In vergangener Zeit war die Formel 2 das Sprungbrett in die Formel 1. Den Sieg holte sich an beiden Tagen in der F2 Peter Hans (Ralt). Auch an beiden Tagen Zweiter Robert Simac und Dritter Torgny Johansson. Auch begeisterte die Fans die weitern Klassen wie die „Historic Racecar Association“ mit verschieden Formelfahrzeugen. Und die FIA Lurani Trophy die auf ein beachtliches Starterfeld von 35 Fahrzeuge. Doch das größte Starterfeld zeigte sich bei der Youngtimer Touring Car Challenge bei der alle drei Rennen von Ex-DTM Teamchef Peter Mücke in seinem Ford Zakspeed Turbo Capri gewann. Bei den „Spezial Tourenwagen Trophy“ gewannen die Fahrer Jürgen Alzen (Ford GT) und Jürgen Bender (Chevrolet Corvette). Bei den „Tourenwagen Classics“ starten überwiegend DTM Rennfahrzeuge. Dort schnappten sich den Sieg Thorsten Stadler und Jörg Hatscher. Zweiter wurde im Alfa 155 V6 Stefan Rupp. Die Herren Hatscher und Stadler hatten sich im Sportsgeist zusammengetan, da die Mercedes EKlasse die damals von Ellen Lohr pilotiert wurde mit einem Motorschaden ausfiel.

Auf dem Boxendach feierte die Moped-Garage am Samstagabend mit Me and the Head. Auch für Familien war ein reichliches Angebot auf dem Boxendach zu finden. Kinderprogramm, Verkaufsstände, Essen, Trinken und sowie den Stand von Bernd Luz welcher die Inspiration des beeindruckendes Bild der Veranstaltung hatte.

Fotos :
Daniel Ewald / Hockenheim-Ring GmbH
Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH
Hans Welzenbach / Hockenheim-Ring GmbH

Hier geht´s zum Video der Veranstaltung :

Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival Bosch Hockenheim Historic 2018 | BMC Hockenheim | Video

Interessante Links zur Veranstaltung :

www.bmc-hockenheim.de

www.hockenheim-historic.de

www.hockenheimring.de

www.berndluz.de

www.moped-garage.de

 

Jim Clark 50 Jahre / Foto: Torsten Karpf

BMC NEWS | Jim Clark – Gedenken an einen großen des Motorsports

50 Jahre nach Jim Clark | Gedenken an einen Großen des Motorsports

Und plötzlich wird es auf dem Hockenheimring still. Als die folgenden Worte des Streckensprechers am 7. April 1968 über die Lautsprecher ertönte: „Der erste Lauf des A.v.D Deutschland Trophäe der Formel Zwo ist von einem tragischen Ereignis überschattet.
Ich bitte Sie, sich von ihren Plätzen zu erheben.
Jim Clark der zweimalige Weltmeister und fünfundzwanzig Grand Prix Sieger, ist tot.“
Diese Worte hallten in diesem Jahr vor genau fünfzig Jahren über das Motodrom.
Ein Rennfahrer wie er wird immer zu einen der großen des Abenteuers Motorsport zählen.
Zum fünfzigsten Todestag wurde am Jim Clark Memorial mit einer Kranzniederlegung an den Helden des Sport erinnert.

Jim Clark wurde am 4. März 1936 im schottischen Ort Kilmany als Sohn eines Farmers geboren.
Und startete seine Karriere in den 1950er Jahre als der Motorsport noch roh und risikoreich war.
Und Jimmy, wie er von seinen Freunden genannt wurde, zeigte schon bald sein Talent.
Er fuhr 72 Formel 1 Rennen und wurde 1963 und 1965 Formel 1 Weltmeister.
Jim Clark wird bis heute fest mit der Automarke Lotus verbunden, da er all seine Titel und Erfolge (25 Grand Prix Siege) in einem Lotus Rennwagen einholte.
Auch siegte er als erster Europäer bei den 500 Meilen Rennen von Indianapolis.

Jim Clark war im Alter von 32 Jahren, als er am Sonntag den 7.Mai 1968 an den Start der Formel 2 ging. Er fuhr an diesem Tag in der vierten Runde an achter Stelle liegend in einer Aufholjagd mit seinem Lotus durch das Motodrom.
In der nächsten Runde war er nicht mehr im Feld auszumachen.
Jim Clark kam mit 250km/h von der Strecke ab und schoss in die Bäume des Hockenheimer Waldes.
Der Unfall wurde von keinem Menschen gesehen.
Als die zu Hilfe Eilenden am Wrack des zweimaligen Formel 1 Weltmeisters ankamen, war Jim Clark bereits tot.

Jim Clark wird dank der Veranstaltung „Bosch Hockenheim Histroric – Das Jim Clark Revival“ noch lange in den Herzen und Köpfen auch neuer Generationen sein.
So wird ein großer Rennfahrer noch lange weiter lebendig bleiben.

 

 

 

Bild : Torsten Karpf / Hockenheimring GmbH
Video : Hockenheimring GmbH