Category Archives: Oldtimer

Motorisierte Veteranen im Kraichgau 39. Motorrad-Klassikertreffen im Technik Museum Sinsheim

Aprilia bis Zündapp – motorisierte Veteranen im Kraichgau
39. Motorrad-Klassikertreffen im Technik Museum Sinsheim

Sinsheim. Das Technik Museum Sinsheim lädt zu einem Event ein, welches älter als das Museum selbst ist: das 39. Motorrad-Klassikertreffen. Am 06. Oktober 2018 versammeln sich historische Solomaschinen, Dreiräder und Gespanne auf dem Innenhof des Technik Museum Sinsheim und bieten Interessenten sowie den Museumsbesuchern Einblicke in die Technik ihrer mindestens 30 Jahre alten Maschinen. Einen Tag zuvor findet eine gemeinsame Ausfahrt statt.

Das Organisationsteam erwartet hunderte Besitzer historischer Zwei- und Dreiräder aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Ob BMW, NSU, Victoria oder Indian – großartige Motorräder aller Epochen und Hersteller reihen sich an diesem Samstag aneinander. Motorradclubs wie z.B. der Triumph Motorcycle Owners Club oder der Honda-Stammtisch stehen den Interessenten Rede und Antwort. Sowohl die Fahrzeugprämierung aber auch die traditionelle Ausfahrt am Tag vorher, Freitag 05. Oktober 2018, stehen wieder auf dem Programm.

Teilnahmebedingungen sind der Homepage zu entnehmen.
Die Mitglieder des MOC Steinsberg sowie des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes (VFV) übernehmen auch dieses Jahr die Prämierung der schönsten Maschinen. Kein Schmuckstück entgeht dieser fachkundigen Jury: Alle anwesenden Maschinen werden unter die Lupe genommen, die Siegerfahrzeuge dann dem interessierten Publikum vorgestellt und anschließend mit den beliebten Rosetten ausgezeichnet.

Wie jedes Jahr darf auch 2018 der Niederländer Henny Kroeze mit seiner traditionellen Indian Steilwandshow nicht fehlen. Der Stammgast Henny und seine Mitfahrer drehen in einem 1940 erbauten Holzbottich ihre Runden und begeistern die Zuschauer mit den waghalsigen Steilfahrten auf bis zu 80 Jahre alten Indians. Eine umfangreiche Händlermeile sowie ein breites kulinarisches Angebot runden das beliebte Treffen ab. Zusätzlich haben die Motorradbegeisterten die Möglichkeit, die verschiedensten Modelle in der regulären Motorrad-Ausstellung in den Museumshallen zu besichtigen.

Von 9.00 bis 18.00 Uhr gibt es auf dem kostenfreien Museumsfreigelände nicht nur für die Motorrad-Gemeinde Vieles zu bestaunen – die Museumsbesucher dürfen sich auf beeindruckende, blankpolierte Veteranen freuen. Weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen zum Motorrad-Klassikertreffen sind unter www.technik-museum.de/motorrad zu finden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Viertes Ostalgie-Treffen lockte alle ins Technik Museum Sinsheim

Simson-Vögel, Staatskarossen und Sachsenporsche
Viertes Ostalgie-Treffen lockte alle ins Technik Museum Sinsheim

Sinsheim. Während die deutsche Nationalmannschaft sich auf ihr erstes Spiel in Russland vorbereitete, kamen in Sinsheim dutzende Oldtimer aus der ehemaligen Sowjetunion zusammen. Das Technik Museum Sinsheim lud am 17. Juni zum vierten Ostalgie-Treffen und an die 250 motorisierten Schätzchen aus den ehemaligen Ostblockstaaten folgten dem Ruf.

Angefangen bei Marke Eigenbau mit einem Simson-Motor über unzählige bunte Trabis bis hin zu den damals schon beachtlich ausgestatten Luxuskarossen der sowjetischen Staatsmänner – auf dem Museumsgelände bekamen die Besucher so einiges geboten: Eine zum Ratbike umgebaute Simson Schwalbe, ein selbstfahrender LKW im Maßstab 1:10 mit Schwalben-Benzinmotor, ein Kübeltrabi der ehemaligen Grenztruppen der DDR, die ehemalige Staatslimousine von Leonid Breschnew, ein GAS-14 Tschaika – ein Einzelstück von 1976, tonnenschwere LKW’s, und seltenere Exemplare wie der Skoda 110R, Tatra 603, Jugo 45 und Saporoshez 968A.

In der Szene namhafte Clubs kamen sogleich mit dutzenden Fahrzeugen, wie z. B. Zweitakterz Süd aus Denkendorf oder Autoklassika aus Dortmund. So mancher Automobil-Club nahm auch eine fünfstündige Anfahrt in Kauf, um beim mittlerweile größten Treffen für Ostfahrzeuge in Süddeutschland dabei zu sein. Aber auch Einzelkämpfer wie z. B. aus Litauen bereicherten das Ostalgie-Treffen um ihre Schätzchen.

Über die Technik Museen Sinsheim Speyer – Technik von Unterwasser bis ins Weltall

Die Technik Museen Sinsheim Speyer zeigen zusammen auf mehr als 200.000 m² über 6.000 Exponate aus allen Bereichen der Technikgeschichte in einer weltweit einzigartigen Vielfalt. Vom U-Boot bis zum Oldtimer, von der Concorde bis zum Space Shuttle BURAN ist alles vertreten. Neben den Dauer- und wechselnden Sonderausstellungen gibt es zahlreiche Fahrzeug- und Clubtreffen sowie Events. An 365 Tagen im Jahr geöffnet, ziehen die Museen über eine Million Besucher im Jahr an. Eine besondere Sensation sind die beiden IMAX Großformat-Kinos. Während in Sinsheim das IMAX 3D Kino – „das schärfste Kino der Welt“ – exklusive Dokumentationen und die neuesten Hollywood Blockbuster präsentiert, werden im IMAX DOME Kino im Technik Museum Speyer die Filme auf eine gigantische Kuppel projiziert.
Vom gemeinnützigen Auto-Technik-Museum e.V. getragen, gehören den Technik Museen Sinsheim Speyer weltweit rund 3.000 Mitglieder an. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch die Eintrittsgelder, Spenden sowie Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder. Alle Überschüsse werden zur Erhaltung und zum Ausbau der Museen verwendet.

12. LANZ Bulldog-Treffen am 28. und 29. Juli 2018 im Technik Museum Speyer Museum

12. LANZ Bulldog-Treffen am 28. und 29. Juli 2018 im Technik Museum Speyer
Museum erwartet ca. 100 Traktoren zum beliebten Treffen

Speyer. Man kann sie schon von weitem hören und wenn sie näher kommen fängt der Boden an zu beben. Das rhythmische Tuckern eines Bulldogs klingt bei vielen wie Musik in den Ohren und hat schon fast eine beruhigende Wirkung. Die Faszination für Traktoren ist ungebrochen, egal ob Jung oder Alt, beim LANZ Bulldog-Treffen im Technik Museum Speyer versammeln sich Fans aller Generationen. Am 28. und 29. Juli 2018 geht das beliebte LANZ Bulldog-Treffen in die bereits 12. Runde. 

Was mit einer kleinen Gruppe von Traktor Besitzern begann, gehört heute zum festen Programm des Museums und steht besonders bei den kleinen Besuchern hoch im Kurs. Rund 100 Traktoren und Landmaschinen aller Marken sind dabei. Geboten werden Rundfahrten für  Besucher, Vorführungen der Fahrzeuge, ein Geschicklichkeitswettbewerb bei dem der Fahrer mit seinem Bulldog einen Slalomparcours entlang fährt, sowie die traditionelle Ausfahrt durch Speyer mit Stopp vor dem Speyerer Dom.

Auch der Modell-Hof Geitlinger aus Hochstadt wird wieder mit einem ca. 40 m² großen Diorama dabei sein. Zu sehen sind verschiedene Bauernhöfe, Traktoren, Maschinen und LKWs in vielfältigen Marken und Variationen. Einige Fahrzeuge sind ferngesteuert und können mit einer kabellosen Fernsteuerung gefahren werden. Das Diorama ist in 3 Zeitabschnitte aufgeteilt: Landwirtschaft früher, Landwirtschaft Hochkonjunktur und modernes Lohnunternehmen. Auch ein Raiffeisen mit pneumatischer Kippanlage, Körnergebläse und Getreidesilo ist dabei. Die Modellanlage wird von der Familie Geitlinger vorgeführt und betreut.

Das LANZ Bulldog-Treffen des Technik Museum Speyer findet am Samstag, 28. Juli 2018 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Sonntag, 29. Juli 2018 von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Die Ausfahrt ist für beide Tage um 13.00 Uhr angesetzt. Die ca. einstündige Tour führt den auffälligen Fahrzeugkorso durch Speyer, vorbei am Speyerer Dom und wieder zurück aufs Museumsgelände. Eintrittskarten für das LANZ Bulldog-Treffen gibt es für Erwachsene zu 5,00 € und für Kinder zu 3,00 € direkt vor Ort. Eine reguläre Eintrittskarte in das Technik Museum Speyer berechtigt zum Besuch des LANZ Bulldog-Treffen.

Jeder, der an diesem Treffen mit Bulldog, Landmaschine oder historischem Motor teilnehmen möchte, kann sich unter www.technik-museum.de/lanz kostenlos anmelden und ist mit einer Begleitperson zum traditionellen Abendessen am Samstagabend eingeladen.

Text & Bilder : Technik Museum Speyer

Legendäre MV Agusta-Rennmaschinen starten bei der Odenwald Klassik-Motorradveranstaltung auf dem Flugplatzkurs in Walldürn

Legendäre MV Agusta-Rennmaschinen starten bei der Odenwald Klassik-Motorradveranstaltung auf dem Flugplatzkurs in Walldürn

 

Am Wochenende (vom 8.-10. Juni 2018) starten die Motorradasse bereits zum elften Mal auf dem Flugplatzkurs in Walldürn. Die ADAC Odenwaldring Klassik-Veranstaltung auf dem zwei Kilometer langen Flugplatzkurs wird von dem ehemaligen Motorradrennfahrer Manfred John organisiert. Über 250 Fahrer aus ganz Europa kommen wieder in den Wallfahrtsort nach Walldürn, der zwischen Heidelberg und Würzburg im Odenwald liegt. Im Vorjahr war beim zehnjährigen Jubiläum der dreifache Motorrad-Weltmeister Freddie Spencer (USA) der Stargast in Walldürn, auch in diesem Jahr kommen wieder bekannte Motorradrennfahrer zum Odenwaldring. Am Start sind die deutschen Meister Ingo Emmerich (Nettersheim/Seel 125 ccm), Sepp Hage (Friedrichshafen/Yamaha 500 ccm) und Harald Merkl (Putbus/Yamaha 250 ccm). Als Ehrengäste sind auch der zweifache Motorrad-Weltmeister Dieter Braun (Dielheim) und zweifache deutsche Meister Lothar John (Schriesheim) anwesend. Die Klassik-Veranstaltung erinnert an das frühere Buchener Dreiecksrennen. Dort fanden von 1949 bis 1954 fünf Rennen auf dem 3,9 km langen Odenwaldring statt. Auf dem ca. 2 Kilometer langen Flugplatzkurs in Walldürn wird die Start- und Landebahn zu einer Rennstrecke umgebaut, es sind Motorräder aus den Epochen der Jahre 1950 bis 2000 zugelassen. Neben den Oldtimer und Youngtimer sind auch aktuelle Renn- und Sportmotorräder sowie die Seitenwagen am Start. Der rennbegeisterte Techniker Bernd Wagner bringt drei italienische MV Agusta-Rennmaschinen mit, die mit ihrem tollen Sound die Zuschauer begeistern werden. Neben zwei Halblitermaschinen (Drei- und Vierzylinder 500 ccm) ist die legendäre Sechszylinder MV Agusta 350 ccm nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Für das leibliche Wohl wird im Flugzeughangar mit Speisen und Getränke gesorgt. Die Zuschauer sind hautnah dabei und können den zahlreichen Piloten beim Schrauben im Fahrerlager über die Schulter schauen. Am Samstag beginnt das freie Training bereits ab 8 Uhr, die ersten Rennen werden ab 15.30 Uhr bis 18.25 Uhr ausgetragen. Der Sonntag startet mit den Rennen ab 9 Uhr und das Veranstaltungsende ist um 17 Uhr. Die Tageskarten sind vor Ort erhältlich und kosten am Samstag sowie Sonntag jeweils 15,- Euro, das Wochenendticket ist für 25,- Euro erhältlich. Weitere Informationen (Zeitplan, Starterliste) gibt es auf der Internetseite unter www.klassik-motorsport.com.

 

Text  : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

 

Fotos : Die legendären MV Agusta-Rennmaschinen werden die Zuschauer auf dem Flugplatzkurs in Walldürn begeistern ( von Fotograf Thomas Haas )

 

 

BMC NEWS | Mai Pokal Revival 2018 auf dem Hockenheimring

Hockenheim und Motorradrennen sind Dinge die zusammen gehören.

Und das schon seit dem Ursprung, als 1932 der Hockenheimring mit dem BMC, dem Badischen Motorsport Club, als veranstaltender Club begann, die Rennen zu organisieren. Traditionell wurden die ersten Rennen zu Beginn des Monats Mai, meistens noch am Muttertag, gestartet. Damit war der Grundstein für die Namensgebung Mai Pokal Rennen gelegt

In den letzten Jahrzehnten verschwand die Veranstaltung vom Terminkalender und geriet in Vergessenheit. Zusammen mit dem BMC holte Klassik Motorsport die Veranstaltung wieder aus der Versenkung, als „Mai Pokal Revival“. Neben des Jim Clark Revival für Rennwagen gewinnt der Hockenheimring nun eine weitere Veranstaltung für klassische Motorräder. Mit dabei auch das Treffen für ehemalige Rennfahrer, eine Ausstellung mit vielen Exponaten im Pavillon. Mit unter den Ehrengästen, der Botschafter des Rennens, Doppel-Weltmeister Dieter Braun und Martin Wimmer, der 1985 den Großen Preis von Deutschland in der 250er Klasse gewann. Bei der Gedenkfahrt für den kürzlich verstorbenen Peter Rubatto auf dem Rundkurs des Hockenheimring nahmen mehrere dutzend Fahrzeuge aus allen Epochen teil.

Dass das Revival bei den Fahrer eine besondere Anziehungskraft ausübt, zeigt das Meldeergebnis von rund 450 Teilnehmern. Rennmotorräder bis zum Jahr 2000 in verschiedenen Klassen waren am Start. Darunter auch einige Piloten, die im Alter ihrem Sport treu geblieben sind. So starteten in der Superbikeklasse mit Bernhard Schick, Manfred Fischer, Heinz Platacis, Harry Fath, Herbert Hauf einige ehemalige Meister vergangener Zeiten. Den Kampf um den Sieg gegen die alten Hasen allerdings, machten zwei jüngere Piloten aus der Region unter sich aus. Besonders erfreulich für Nicolai Kraft. Der erst 20 jährige Hockenheimer konnte sich in beiden Rennen gegen den Heidelberger Martin Bähr (beide Suzuki GSX-R 750) durchsetzen. Damit führt Kraft auch die Meisterschaftstabelle mit Punktemaximum aus 4 Rennen vor Bähr an.

Wenngleich die Zuschauerresonanz noch sehr Bescheiden war, die Auferstehung des Mai Pokal Rennens ist geglückt. Einer Wiederholung in den nächsten Jahren steht zumindest von den Organisatoren nichts im Wege. Schließlich sollen für die kommenden Generationen Fahrzeuge und Rennhelden vergangener Zeiten in Erinnerung bleiben.

Text: Manfred John / Chris Sass
Fotos: Chris Sass

 

BMC NEWS | Nicolai Kraft Doppelsieg in Hockenheim

Der Hockenheimer Nicolai Kraft gewinnt bei Mai Pokal Revival die beiden ersten Läufe der Superbike Klassik am Samstag und Sonntag.
Der Hockenheimer kontrollierte beide Rennen von der Spitze aus und sicherte sich so mit intelligentem Verstand.
Nicolai führt somit die Meisterschaft mit Punkten gleich zu beginn der Saison an.

Fotos : Franz Bär, Werner Klefenz, Andreas Schuhmacher, Chris Sass,

Mai-Pokal-Revival-2018

BMC NEWS | Klassik Trophy 2018, DMV Mai-Pokal-Revival, Motodrom Hockenheim, 11.-13. Mai 2018

Klasse und Masse

Nur wenige Wochen nach dem Automobilklassiker, dem Jim Clark Revival für Rennwagen auf dem Hockenheimring, sind anschließend die Motorrad-Klassiker dran. Mit dem Mai Pokal Revival wird an die glorreichen Zeiten erinnert, als auf dem alten Hockenheimer Ring und später im Motodrom die Weltelite der Zweiradzunft ihre Rennen austrugen. Ein Hauch von Nostalgie wird dieses Jahr aufkommen, wenn Klassik Motorsport in Zusammenarbeit mit dem Traditionsclub, dem BMC, die Rennen für Motorräder bis zum Millenniumswechsel durchführt.

Vom internationalen Motorradsport verbannt sind beispielsweise die Zweitaktraketen, die in der Klassik Trophy ihre Auferstehung feiern. Allein in der 350cm³ Klasse, in der Motorsportlegende Toni Mang der letzte und ewige Weltmeister ist, haben über 30 Fahrer aus 7 Ländern ihre Nennung abgegeben. Übrigens war es der Lampertheimer Manfred Herweh, der 1982 den letzten ausgetragenen Weltmeisterschaftslauf auf dem Hockenheimring gewann.

Es werden aber noch weitere Erinnerungen wach, wenn die kleinsten 50 cm³ Renner am Start stehen. Rief 1959 der damalige Präsident des Hockenheimer Motorsportclub, Wilhelm Herz, diese Klasse ins Leben und etablierte damit die hubraumkleinste Klasse im Motorradsport. Und Hand aufs Herz, bei vielen der älteren Semester hieß der erste fahrbare Untersatz Kreidler, Zündapp oder Hercules.

Spektakulär und bei den Zuschauern besonders hoch im Kurs steht die Seitenwagenklasse. Nicht umsonst wurden die Piloten mit den Schmiermaxen im Boot die Akrobaten auf 3 Rädern bezeichnet. Die Beifahrer müssen in dem als Boot bezeichneten Beiwagen regelrechte Turnübungen vollführen, sich in den Kurven weit heraus lehnen oder das Hinterrad belasten. Enorme körperliche Fitness ist gefragt.

Besonders attraktiv präsentiert sich die Paradeklasse. Starten doch hier Fahrer mit außergewöhnlichem Maschinenmaterial, ehemaligen Werksmaschinen, seltene Produktions-Renner und Rennmaschinen, die man nicht jeden Tag sieht. Außerdem sind ehemalige Meister aus dem In- und Ausland mit am Start.

Bisher haben über 450 Fahrer aus 12 Ländern haben ihre Nennung abgegeben. Der Hockenheimring steht 3 Tage ganz im Zeichen des Motorradsports. Rennfans streichen sich den Termin im Kalender rot an: Zum Mai Pokal Revival am zweiten Mai-Wochenende, dem Muttertag nach Hockenheim, so wie es früher schon Tradition war.

Fotos

Akrobaten auf 3 Rädern: Bei den Zuschauern besonders beliebt wegen der turnerischen Fähigkeiten der Schmiermaxen.

Auferstehung: Die Zweitaktraketen sind zurück auf der Rennstrecke

Mai-Pokal-Revival-2018

Mai-Pokal-Revival-2018

www.klassik-motorsport.de

Bosch Hockenheim Historic - Das Jim Clark Revival 2018 | Foto: Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH

BMC NEWS | Die Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival

Die Helden des Motorsports vergangener Zeiten und ihre Rennwagen sind nicht vergessen, dies zeigten 25.000 Zuschauer bei den „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival.

Der Sound und die Optik der rund 500 historischen Rennfahrzeuge weckten die Begeisterung der Fans im Motodrom auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 20. April bis zum22 April. Die Fahrzeuge aus allen Klassen und Epochen wurden im echten Renntempo über die Rennstrecke bewegt, bei blauem Himmel und viel Sonnenschein. Die Teams und Fahrer boten für den Besucher Motorsport zum Anfassen, indem sie dem Interessierten die Möglichkeit gaben bis wenige Zentimeter an die Fahrzeuge heranzukommen, oder sie sogar daran Platz nehmen ließen. Noch näher war es kaum möglich. Nah konnte man auch echten Rennstars wie Jochen Mass, Christian Danner, Kurt Brixner, Marco Werner und Ellen Lohr bei der Autogrammstunde treffen.

Bei den Bosch Hockenheim Historic erinnerte man traditionell auch an einen der besten Rennfahrer der Welt : Jim Clark. Der Unfalltod des zweimaligen Formel 1 Weltmeister auf dem Hockenheimring jährte sich am 7. April 2018 zum 50. Mal. An Jim Clark wurde über die drei Tage der Veranstaltung erinnert und gewürdigt. So fand auch ein große Sonderausstellung statt und berührte mit neuen Fundstücken zu Jim Clark. Colin Champans Sohn Clive stellte einen original Renn-Lotus der die Ausstellung würdig vervollständigte. Besonders berührend waren die Fotos aus dem Buch „Jim Clark Racing Hero“ und dem Film „Das letzte Rennen eines Stars“ über den 7. April 1968 in Hockenheim.

Da sich dieses Wochenende zu ehren Jim Clark´s drehte, fand auch eine emotionale Gesprächsrunde statt in der echte Zeitzeugen am Sonntag zu Wort kamen. In der Runde saßen außerdem der Cousin Doug Niven und der Neffe Ian Calder von Jim Clark. Auch der ehemalige Lotus-Finanzchef Warren King. DTM Fahrer Roland Asch und der ehemaligen Formel 1 Fahrer Jochen Mass. Auch Fotograf Werner Eisele, der als erster mit Winfried Kolb am Unfallort war. „Wir haben gedacht, Jim sei nur bewusstlos. Ich habe Fotos gemacht, um sie ihm zu zeigen, wenn er aufwacht.“, erinnerte sich. Sowie der Renn-Stewart von 1968 Grahame White der sichtlich bewegt sagte: „ Wir konnten es einfach nicht glauben. Jim Clark konnte nicht tot sein. Nicht er, der Beste überhaupt.“

Die Rennen:

Das Motodrom wurde zum Beben gebracht als die BOSS GP Serie (Big Open Single Seater) mit ihrem fliegenden Start in die erste Runde fuhren. Zum ohrenbetäubenden Sound der Serie trugen die Zehnzylinder der Formel 1 und die Achtzylinder der GP2 bei. So entstand eine Geräuschkulisse wie sie echte Fans lieben. Ingo Gerstl (Toro Rosso STR) und Phil Stratford wurden wie erwarte in ihren Formel 1 Wagen Erster und Zweiter in den beiden ersten Läufen der Saison 2018. Auch wenn es mit 0,3 Sekunden für Gerstl ein knapper Sieg wurde. Tiefer aber nicht leiser wurde der Sound dann bei den CANADIAN AMERICAN Challenge Cup. Das erste Rennen gewann Felix Haas im Lola T 294 und Sonntags Georg Hallau mit Lola T310. Ein absolutes Higlight waren die historischen Formel 2 welche mit beeindruckender Markenvielfalt am Start waren. (Brabham, Chevron, Ralt, March, Lotus). In vergangener Zeit war die Formel 2 das Sprungbrett in die Formel 1. Den Sieg holte sich an beiden Tagen in der F2 Peter Hans (Ralt). Auch an beiden Tagen Zweiter Robert Simac und Dritter Torgny Johansson. Auch begeisterte die Fans die weitern Klassen wie die „Historic Racecar Association“ mit verschieden Formelfahrzeugen. Und die FIA Lurani Trophy die auf ein beachtliches Starterfeld von 35 Fahrzeuge. Doch das größte Starterfeld zeigte sich bei der Youngtimer Touring Car Challenge bei der alle drei Rennen von Ex-DTM Teamchef Peter Mücke in seinem Ford Zakspeed Turbo Capri gewann. Bei den „Spezial Tourenwagen Trophy“ gewannen die Fahrer Jürgen Alzen (Ford GT) und Jürgen Bender (Chevrolet Corvette). Bei den „Tourenwagen Classics“ starten überwiegend DTM Rennfahrzeuge. Dort schnappten sich den Sieg Thorsten Stadler und Jörg Hatscher. Zweiter wurde im Alfa 155 V6 Stefan Rupp. Die Herren Hatscher und Stadler hatten sich im Sportsgeist zusammengetan, da die Mercedes EKlasse die damals von Ellen Lohr pilotiert wurde mit einem Motorschaden ausfiel.

Auf dem Boxendach feierte die Moped-Garage am Samstagabend mit Me and the Head. Auch für Familien war ein reichliches Angebot auf dem Boxendach zu finden. Kinderprogramm, Verkaufsstände, Essen, Trinken und sowie den Stand von Bernd Luz welcher die Inspiration des beeindruckendes Bild der Veranstaltung hatte.

Fotos :
Daniel Ewald / Hockenheim-Ring GmbH
Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH
Hans Welzenbach / Hockenheim-Ring GmbH

Hier geht´s zum Video der Veranstaltung :

Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival Bosch Hockenheim Historic 2018 | BMC Hockenheim | Video

Interessante Links zur Veranstaltung :

www.bmc-hockenheim.de

www.hockenheim-historic.de

www.hockenheimring.de

www.berndluz.de

www.moped-garage.de