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Bosch Hockenheim Historic - Das Jim Clark Revival 2018 | Foto: Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH

BMC NEWS | Die Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival

Die Helden des Motorsports vergangener Zeiten und ihre Rennwagen sind nicht vergessen, dies zeigten 25.000 Zuschauer bei den „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival.

Der Sound und die Optik der rund 500 historischen Rennfahrzeuge weckten die Begeisterung der Fans im Motodrom auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 20. April bis zum22 April. Die Fahrzeuge aus allen Klassen und Epochen wurden im echten Renntempo über die Rennstrecke bewegt, bei blauem Himmel und viel Sonnenschein. Die Teams und Fahrer boten für den Besucher Motorsport zum Anfassen, indem sie dem Interessierten die Möglichkeit gaben bis wenige Zentimeter an die Fahrzeuge heranzukommen, oder sie sogar daran Platz nehmen ließen. Noch näher war es kaum möglich. Nah konnte man auch echten Rennstars wie Jochen Mass, Christian Danner, Kurt Brixner, Marco Werner und Ellen Lohr bei der Autogrammstunde treffen.

Bei den Bosch Hockenheim Historic erinnerte man traditionell auch an einen der besten Rennfahrer der Welt : Jim Clark. Der Unfalltod des zweimaligen Formel 1 Weltmeister auf dem Hockenheimring jährte sich am 7. April 2018 zum 50. Mal. An Jim Clark wurde über die drei Tage der Veranstaltung erinnert und gewürdigt. So fand auch ein große Sonderausstellung statt und berührte mit neuen Fundstücken zu Jim Clark. Colin Champans Sohn Clive stellte einen original Renn-Lotus der die Ausstellung würdig vervollständigte. Besonders berührend waren die Fotos aus dem Buch „Jim Clark Racing Hero“ und dem Film „Das letzte Rennen eines Stars“ über den 7. April 1968 in Hockenheim.

Da sich dieses Wochenende zu ehren Jim Clark´s drehte, fand auch eine emotionale Gesprächsrunde statt in der echte Zeitzeugen am Sonntag zu Wort kamen. In der Runde saßen außerdem der Cousin Doug Niven und der Neffe Ian Calder von Jim Clark. Auch der ehemalige Lotus-Finanzchef Warren King. DTM Fahrer Roland Asch und der ehemaligen Formel 1 Fahrer Jochen Mass. Auch Fotograf Werner Eisele, der als erster mit Winfried Kolb am Unfallort war. „Wir haben gedacht, Jim sei nur bewusstlos. Ich habe Fotos gemacht, um sie ihm zu zeigen, wenn er aufwacht.“, erinnerte sich. Sowie der Renn-Stewart von 1968 Grahame White der sichtlich bewegt sagte: „ Wir konnten es einfach nicht glauben. Jim Clark konnte nicht tot sein. Nicht er, der Beste überhaupt.“

Die Rennen:

Das Motodrom wurde zum Beben gebracht als die BOSS GP Serie (Big Open Single Seater) mit ihrem fliegenden Start in die erste Runde fuhren. Zum ohrenbetäubenden Sound der Serie trugen die Zehnzylinder der Formel 1 und die Achtzylinder der GP2 bei. So entstand eine Geräuschkulisse wie sie echte Fans lieben. Ingo Gerstl (Toro Rosso STR) und Phil Stratford wurden wie erwarte in ihren Formel 1 Wagen Erster und Zweiter in den beiden ersten Läufen der Saison 2018. Auch wenn es mit 0,3 Sekunden für Gerstl ein knapper Sieg wurde. Tiefer aber nicht leiser wurde der Sound dann bei den CANADIAN AMERICAN Challenge Cup. Das erste Rennen gewann Felix Haas im Lola T 294 und Sonntags Georg Hallau mit Lola T310. Ein absolutes Higlight waren die historischen Formel 2 welche mit beeindruckender Markenvielfalt am Start waren. (Brabham, Chevron, Ralt, March, Lotus). In vergangener Zeit war die Formel 2 das Sprungbrett in die Formel 1. Den Sieg holte sich an beiden Tagen in der F2 Peter Hans (Ralt). Auch an beiden Tagen Zweiter Robert Simac und Dritter Torgny Johansson. Auch begeisterte die Fans die weitern Klassen wie die „Historic Racecar Association“ mit verschieden Formelfahrzeugen. Und die FIA Lurani Trophy die auf ein beachtliches Starterfeld von 35 Fahrzeuge. Doch das größte Starterfeld zeigte sich bei der Youngtimer Touring Car Challenge bei der alle drei Rennen von Ex-DTM Teamchef Peter Mücke in seinem Ford Zakspeed Turbo Capri gewann. Bei den „Spezial Tourenwagen Trophy“ gewannen die Fahrer Jürgen Alzen (Ford GT) und Jürgen Bender (Chevrolet Corvette). Bei den „Tourenwagen Classics“ starten überwiegend DTM Rennfahrzeuge. Dort schnappten sich den Sieg Thorsten Stadler und Jörg Hatscher. Zweiter wurde im Alfa 155 V6 Stefan Rupp. Die Herren Hatscher und Stadler hatten sich im Sportsgeist zusammengetan, da die Mercedes EKlasse die damals von Ellen Lohr pilotiert wurde mit einem Motorschaden ausfiel.

Auf dem Boxendach feierte die Moped-Garage am Samstagabend mit Me and the Head. Auch für Familien war ein reichliches Angebot auf dem Boxendach zu finden. Kinderprogramm, Verkaufsstände, Essen, Trinken und sowie den Stand von Bernd Luz welcher die Inspiration des beeindruckendes Bild der Veranstaltung hatte.

Fotos :
Daniel Ewald / Hockenheim-Ring GmbH
Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH
Hans Welzenbach / Hockenheim-Ring GmbH

Hier geht´s zum Video der Veranstaltung :

Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival Bosch Hockenheim Historic 2018 | BMC Hockenheim | Video

Interessante Links zur Veranstaltung :

www.bmc-hockenheim.de

www.hockenheim-historic.de

www.hockenheimring.de

www.berndluz.de

www.moped-garage.de

 

Jim Clark 50 Jahre / Foto: Torsten Karpf

BMC NEWS | Jim Clark – Gedenken an einen großen des Motorsports

50 Jahre nach Jim Clark | Gedenken an einen Großen des Motorsports

Und plötzlich wird es auf dem Hockenheimring still. Als die folgenden Worte des Streckensprechers am 7. April 1968 über die Lautsprecher ertönte: „Der erste Lauf des A.v.D Deutschland Trophäe der Formel Zwo ist von einem tragischen Ereignis überschattet.
Ich bitte Sie, sich von ihren Plätzen zu erheben.
Jim Clark der zweimalige Weltmeister und fünfundzwanzig Grand Prix Sieger, ist tot.“
Diese Worte hallten in diesem Jahr vor genau fünfzig Jahren über das Motodrom.
Ein Rennfahrer wie er wird immer zu einen der großen des Abenteuers Motorsport zählen.
Zum fünfzigsten Todestag wurde am Jim Clark Memorial mit einer Kranzniederlegung an den Helden des Sport erinnert.

Jim Clark wurde am 4. März 1936 im schottischen Ort Kilmany als Sohn eines Farmers geboren.
Und startete seine Karriere in den 1950er Jahre als der Motorsport noch roh und risikoreich war.
Und Jimmy, wie er von seinen Freunden genannt wurde, zeigte schon bald sein Talent.
Er fuhr 72 Formel 1 Rennen und wurde 1963 und 1965 Formel 1 Weltmeister.
Jim Clark wird bis heute fest mit der Automarke Lotus verbunden, da er all seine Titel und Erfolge (25 Grand Prix Siege) in einem Lotus Rennwagen einholte.
Auch siegte er als erster Europäer bei den 500 Meilen Rennen von Indianapolis.

Jim Clark war im Alter von 32 Jahren, als er am Sonntag den 7.Mai 1968 an den Start der Formel 2 ging. Er fuhr an diesem Tag in der vierten Runde an achter Stelle liegend in einer Aufholjagd mit seinem Lotus durch das Motodrom.
In der nächsten Runde war er nicht mehr im Feld auszumachen.
Jim Clark kam mit 250km/h von der Strecke ab und schoss in die Bäume des Hockenheimer Waldes.
Der Unfall wurde von keinem Menschen gesehen.
Als die zu Hilfe Eilenden am Wrack des zweimaligen Formel 1 Weltmeisters ankamen, war Jim Clark bereits tot.

Jim Clark wird dank der Veranstaltung „Bosch Hockenheim Histroric – Das Jim Clark Revival“ noch lange in den Herzen und Köpfen auch neuer Generationen sein.
So wird ein großer Rennfahrer noch lange weiter lebendig bleiben.

 

 

 

Bild : Torsten Karpf / Hockenheimring GmbH
Video : Hockenheimring GmbH