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Formel 1 | Ferrari-Pilot Sebastian Vettel siegt in Silverstone

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel siegt in Silverstone und kommt als WM-Spitzenreiter zum Heimrennen am 22. Juli nach Hockenheim

Mit seinem vierten Saisonsieg gewann Sebastian Vettel (Heppenheim) den Großen Preis von Großbritannien und kommt als WM-Spitzenreiter zu seinem Heimrennen vom 20. bis 22. Juli auf den Hockenheimring. Ferrari-Pilot Vettel, der im Training knapp hinter Weltmeister Lewis Hamilton Zweiter war, ging gleich beim Start am britischen Mercedes-Fahrer vorbei und hatte im Ziel nach 52 Runden einen Vorsprung von 2,264 Sekunden auf Hamilton. Dritter wurde der Finne Kimi Räikkönen (Ferrari), der nach dem Start Hamilton touchierte und dieser als Letzter eine tolle Aufholjagd startete. Sebastian Vettel führt nach zehn von 21 Rennen nun mit 171 Punkten vor Hamilton mit 163 sowie Räikkönen mit 116 Zählern die WM an.

Der zweite deutsche Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich/Renault) wurde in Silverstone Sechster und hat sich in der WM-Wertung mit 42 Punkten auf den siebten Gesamtrang verbessert. In der Markenwertung führt Ferrari mit 287 Punkten vor Mercedes mit 267 Zählern. Nach einjähriger Pause kehrt die Formel 1 wieder nach Hockenheim zum Großen Preis von Deutschland zurück. Das Rennen wird vom 20.-22. Juli 2018 auf dem Hockenheimring-Baden Württemberg ausgetragen. Das letzte Rennen in Hockenheim hatte 2016 Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton gewonnen, der im Vorjahr auch Weltmeister wurde.

Den letzten deutschen Sieg in Hockenheim feierte 2014 Mercedes-Pilot Nico Rosberg. Sebastian Vettel konnte bisher noch kein Formel 1-Rennen in Hockenheim gewinnen, er siegte bisher nur einmal beim GP von Deutschland und dies war 2013 beim Rennen auf dem Nürburgring. Wer Sebastian Vettel und die Formel 1 einmal live erleben möchte, kann sich auf der Internetseite unter www.hockenheimring.de informieren bzw. auch Karten bei der Ticket-Hotline 06205-950-222 bestellen bzw. Karten an den Tageskassen in Hockenheim erwerben.

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

 

Foto : Der gebürtige Heppenheimer Sebastian Vettel (Ferrari) kommt als WM-Spitzenreiter zum Heimrennen am 22. Juli nach Hockenheim ( von Fotograf Hartmut Reuschel / Moto-Foto )

FORMEL3 | Ticktum siegt und nähert sich Tabellenführer Armstrong

Ticktum siegt und nähert sich Tabellenführer Armstrong

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Rennen 3
Strecke: Norisring / D
Pole-Position: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Rennsieger: Daniel Ticktum (Motopark)
Wetter: sonnig, 23,8 °C

Daniel Ticktum (Motopark) gewann auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring sein zweites Rennen in dieser Saison. In einem von drei Safety-Car-Phasen und einer Unterbrechung gezeichneten Lauf der FIA Formel-3-Europameisterschaft eroberte Jüri Vips (Motopark) den zweiten Platz vor Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing). Der neuseeländische Rookie, der mit italienischer Lizenz fährt und vom Formel-1-Team Ferrari unterstützt wird, bleibt damit Spitzenreiter in der Fahrerwertung der FIA Formel-3-EM.

Ameya Vaidyanathan (Carlin) musste seine Teilnahme zurückziehen. Der Inder, der am Start des zweiten Laufs frontal in das stehende Fahrzeug von Daniel Ticktum fuhr, konnte aufgrund eines vor Ort irreparablen Autos nicht fahren.

Am Start ging Marcus Armstrong vor Daniel Ticktum an die Spitze, bevor noch im Laufe der ersten Runde Nikita Troitckii (Carlin) und Alex Palou (Hitech Bullfrog GP) kollidierten. Während Palou weiterfahren konnte, schieden neben Troitckii auch die ebenfalls in den Unfall verwickelten Jonathan Aberdein (Motopark) und Ben Hingeley (Hitech Bullfrog GP) aus. Die Rennleitung schickte das Safety Car auf die Bahn und unterbrach das Rennen nach zehn Runden mit der roten Flagge, um die Strecke zu reinigen. Kurz vor der Unterbrechung musste auch Palou aufgeben.

Nach einer Pause von gut zwölf Minuten lagen noch 20 Rennminuten plus eine Runde vor den Nachwuchspiloten, die hinter dem Safety Car begannen. Doch schon kurz dem Restart musste das Führungsfahrzeug das Feld wieder einfangen, denn Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing) schied nach einer Kollision aus. Kurz nach dem folgenden Restart wurde Artem Petrov (Van Amersfoort Racing) in den Dallara von Sacha Fenestraz (Carlin) geschoben, was das Safety Car zum dritten Mal auf den Plan rief. Vorher jedoch überholte Ticktum Armstrong und übernahm die Führung. Als das Rennen dann wieder freigegeben wurde, verteidigte der Red-Bull-Junior die Spitze gegen einen insbesondere in der Schlussrunde angreifenden Jüri Vips erfolgreich und feierte seinen zweiten Saisonsieg. Armstrong, der sich zuvor bereits gegen Vips geschlagen geben musste, erreichte die Ziellinie als Dritter vor Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing), Jehan Daruvala (Carlin), Ralf Aron (PREMA Theodore Racing) und Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing). Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP), Ferdinand Habsburg (Carlin) und Sebastian Fernandez (Motopark) komplettierten die Top Ten. Rang zehn bedeutet für Fernandez der erste Punkt in der Fahrerwertung der FIA Formel-3-EM.

Daniel Ticktum (Motopark): „Ich hatte mich nach dem Unfall von heute Vormittag ganz gut gefühlt, hatte nur etwas Kopfschmerzen und direkt nach dem Crash schmerzte mein Nacken leicht. Ob mein Team das Auto rechtzeitig wieder fertig bekommen würde, da war ich mir zu Beginn ehrlich gesagt nicht sicher. Aber sie haben einen tollen Job gemacht; sie haben nicht nur eine notdürftige Reparatur gemacht, sondern mir ein siegfähiges Auto hingestellt. Das war unglaublich, ich kann ihnen nicht genug danken.“

Jüri Vips (Motopark): „Am Start hätte ich mein Auto fast abgewürgt, aber danach lief es ganz gut. Hätte das Rennen noch eine oder zwei Runden länger gedauert, dann hätte ich vielleicht auch Daniel noch überholen können. Dennoch bin ich sehr glücklich über mein Wochenende. Die letzten Runden haben großen Spaß gemacht.“

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Mein Ziel an diesem Wochenende war, so viele Punkte wie möglich zu holen. Ich dachte allerdings nicht, dass ich hier dreimal auf das Podium fahren und die Führung in der Fahrerwertung übernehmen würde. In diesem Rennen hatte ich vor allem nach den Restarts immer wieder Probleme mit fehlendem Grip, deshalb habe ich in diesen Phasen auch zwei Positionen verloren.“

Start of the race, 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz) taking the lead from 27 Daniel Ticktum (GBR, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), 44 Jüri Vips (EST, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), 1 Guanyu Zhou (CHN, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

44 Jüri Vips (EST, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), 9 Jehan Daruvala (IND, Carlin, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

27 Daniel Ticktum (GBR, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

DTM | Marco Wittmann feiert furiosen DTM-Sieg beim Heimspiel

Marco Wittmann feiert furiosen DTM-Sieg beim Heimspiel

  • Emotionaler erster Sieg für den BMW-Piloten am Norisring
  • Gary Paffett und Timo Glock begeistern mit Tür-an-Tür-Duellen
  • Spannender Sechskampf an der Spitze der Gesamtwertung

Neun Rennen auf dem Norisring musste Marco Wittmann auf diesen Augenblick warten, bei seinem Heimspiel auf dem Stadtkurs in Nürnberg ein DTM-Rennen zu gewinnen. Am Sonntag war es endlich soweit. Der Fürther siegte in einem unglaublich spannenden Rennen und sicherte sich den elften DTM-Sieg seiner Karriere, den zweiten der laufenden Saison. Seiner Freude verlieh der Rennsieger noch im Auto lautstark Ausdruck: „Hammergeil! Das ist der absolute Hammer! Das war das Rennen meines Lebens“, jubelte der BMW-Pilot über den Teamfunk. Platz zwei im achten Rennen der Saison belegte Edoardo Mortara im Mercedes-AMG C 63 DTM. Grund zu jubeln hatte auch Daniel Juncadella. Nach seiner ersten Pole-Position feierte der Spanier am Sonntag als Dritter auch seine erste Podiumsplatzierung in der DTM.

Marco Wittmann, der den großen Pokal für den Sieg von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder in Empfang nahm, war am Sonntag nicht zu schlagen. Von Platz sieben aus in das Rennen gestartet, fuhr Wittmann wie entfesselt, lieferte sich unzählige Zweikämpfe und übernahm in Runde 24 – in der Boxenstopp-bereinigten Reihenfolge – Platz eins von Mortara. Erst in der Schlussphase des Rennens konnte Mortara wieder aufschließen, für einen Angriff auf Wittmann reichte es aber nicht mehr. „Das war ein unglaubliches Wochenende und ich wünsche mir mehr wie dieses. Ich glaube, es war ein perfektes Wochenende“, sagte Mortara. Die Trophäe für den Erfolg überreichte der Formel-1-Weltmeister von 2016, Nico Rosberg, der das Rennen aus der Box des Audi Sport Teams Rosberg gebannt verfolgt hatte. Markenkollege Juncadella war ebenfalls glücklich, nachdem er in seinem 64. DTM-Rennen zum ersten Podiumsplatz fuhr. „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber wenn ich das nächste Mal auf Startplatz eins stehe, dann möchte ich auch gewinnen.“

Eine starke Aufholjagd zeigte am Norisring Robin Frijns. Der Audi-Pilot war von Platz 16 in das Rennen gestartet und sah nach 68 Runden als Achter die Zielflagge. Markenkollege Nico Müller war als Siebter bestplatzierter Fahrer der Ingolstädter.

In der DTM-Fahrerwertung ist die Spitze nach acht von 20 DTM-Saisonrennen noch enger zusammengerückt. Gary Paffett, der sich im Rennen ein rundenlanges Rad-an-Rad-Duell mit Timo Glock lieferte, führt das Tableau mit 99 Punkten weiter an. Seinen zweiten Platz aus dem Qualifying konnte der Brite nicht in eine Top-10-Platzierung ummünzen und wurde nur als 13. abgewinkt. Auf Tabellenplatz zwei liegt jetzt Mortara mit 93 Punkten vor Wittmann und Glock (beide 92 Punkte). Paul Di Resta ist mit 87 Punkten Fünfter. Lucas Auer ist mit 72 Zählern auf Platz sechs ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze.

Nach einer dreiwöchigen Pause startet die DTM wieder vom 13. bis 16 Juli 2018 im niederländischen Zandvoort. Der Kurs an der Nordseeküste ist Austragungsort für die Saisonrennen neun und zehn.

#48 Edoardo Mortara, Mercedes-AMG C 63 DTM

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM

Formel3 | Marcus Armstrong Zweiter und neuer Tabellenführer

Marcus Armstrong Zweiter und neuer Tabellenführer

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Rennen 2
Strecke: Norisring / D
Pole-Position: Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing)
Rennsieger: Jüri Vips (Motopark)
Wetter: sonnig, 18,7 °C

Auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring setzten sich im achten Saisonlauf der FIA Formel-3-Europameisterschaft zwei Rookies durch: Jüri Vips (Motopark) siegte vor Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing), Platz drei ging an Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing). Für den Esten Vips ist es der erste Triumph in der FIA Formel-3-EM, Soori Andres feierte seinen ersten Podestplatz in der Serie. Dank seines vierten Podestplatzes in diesem Jahr übernimmt Armstrong die Tabellenführung der FIA Formel-3-EM.

Am Start konnte der aus der vorletzten Reihe gestartete Ameya Vaidyanathan (Carlin) dem vor ihm stehenden Fahrzeug von Daniel Ticktum (Motopark) nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr frontal in das Heck des Motopark-Dallara. Beide Piloten stiegen alleine aus ihren Fahrzeugen, die Rennleitung unterbrach das Rennen dennoch sofort mit der roten Flagge. Sekunden bevor die Flaggen geschwenkt wurden, rollte auch Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing) nach einem Kampf mit Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP) aus.

Nach einer Pause von einer guten Viertelstunde ging es für zwei Runden hinter dem Safety Car weiter, bevor die Nachwuchspiloten wieder im Renntempo über den Norisring geschickt wurden. Der Viertplatzierte Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing) fand sich direkt unter Druck seines Hintermanns Ferdinand Habsburg (Carlin) wieder, hielt diesem aber stand. Der Österreicher hingegen verbremste sich in Umlauf 23 und musste seinen fünften Rang an Alex Palou (Hitech Bullfrog GP) abgeben.

An der Spitze ging es nicht weniger spannend zu. Enaam Ahmed, der nach dem Restart die Spitze inne hatte, musste sich gegen einen angreifenden Jüri Vips wehren. In Runde sieben fand Vips einen Weg vorbei am Briten und brachte den Sieg letztendlich ohne Probleme ins Ziel. Ahmed sah die Zielflagge zwar als Zweiter, wurde aufgrund der Kollision mit Shvartzman aber mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt, die ihn auf Platz 15 zurückwarf. Somit erbte Marcus Armstrong Rang zwei vor Soori Andres, Palou, Habsburg, Jehan Daruvala (Carlin), Marino Sato (Motopark), Sacha Fenestraz (Carlin), Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing) und Fabio Scherer (Motopark).

Jüri Vips (Motopark): „Ich freue mich riesig über den Sieg, zumal ich mich erst einmal an die Spitze kämpfen musste. Vor allem das Duell mit Enaam um den ersten Platz hat sehr viel Spaß gemacht. Der Norisring ist eine Strecke, auf der man so um Positionen kämpfen kann, was ich genossen habe. Die Unterbrechung war kein Problem für mich; ich habe mich mit meinem Team auf den Start hinter dem Safety Car vorbereitet.“

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Ich glaube, Enaam und Jüri hatten ein aufregenderes Rennen als ich. Dennoch bin ich glücklich über den zweiten Platz, denn er bringt viele wichtige Punkte.“

Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing): „Ich hatte mich schon sehr über den vierten Platz gefreut, aber Rang drei ist natürlich noch besser. Schade, dass ich nicht auf dem Podest stehen konnte, aber das kann ich verkraften. Es war bis jetzt sowieso ein tolles Wochenende: Gestern habe ich meinen ersten Punkt in der FIA Formel-3-EM geholt und war im zweiten Qualifying Sechster. Und heute läuft es sogar noch besser.“

44 Jüri Vips (EST, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 2, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Starting grid, FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 2, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Prize giving ceremony, 65 Enaam Ahmed (GBR, Hitech Bullfrog GP, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 44 Jüri Vips (EST, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 2, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Formel 3 | Rookies Shvartzman und Armstrong ganz vorne

Rookies Shvartzman und Armstrong ganz vorne

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Qualifying 2
Strecke: Norisring / D
Pole-Position Rennen 2: Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing)
Pole-Position Rennen 3: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Wetter: bewölkt, 17,2 °C

Mit Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing) und Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing) sicherten sich zwei Rookies die Pole-Positions für die Läufe zwei und drei der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring. Hinter Shvartzman reihen sich morgen Vormittag in der Startaufstellung zum achten Saisonlauf der FIA Formel-3-EM Tabellenführer Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP), Armstrong und Jüri Vips (Motopark) ein, hinter Armstrong stellen sich wenige Stunden später für Saisonrennen Nummer neun Vips, Daniel Ticktum (Motopark) und Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing) auf.

Weil der Norisring mit 2,3 Kilometern relativ kurz ist, wurde auch das zweite Qualifying der FIA Formel-3-EM wieder in zwei Gruppen ausgetragen. Wie an allen Rennwochenenden der FIA Formel-3-EM, so war auch hier die schnellste Qualifying-Runde eines jeden Fahrers relevant für die Startaufstellung des zweiten Laufs. Das Klassement der zweitschnellsten Runden bestimmte die Startposition für Durchgang drei.

Startaufstellung Rennen zwei

In Gruppe B, die als erstes auf die Strecke ging, entwickelte sich in der Schlussphase ein Dreikampf zwischen Robert Shvartzman (0:48,037 Minuten), Marcus Armstrong (0:48,080 Minuten) und Daniel Ticktum (0:48,129 Minuten) um Platz eins. Zunächst führte der Russe, dann der Neuseeländer, bevor Shwartzman mit einem erfolgreichen Konter wieder die Spitze übernahm. Dort blieb er bis zum Schluss, gefolgt von Armstrong, Ticktum, Jehan Daruvala (Carlin, 0:48,151 Minuten) und Marino Sato (Motopark, 0:48,211 Minuten).

In Gruppe A setzte sich anfangs Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing, 0:48,325 Minuten) an die Spitze, doch dann mischten sich immer mehr Piloten in den Kampf um Rang eins ein. Eine Minuten vor Schluss wurde Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing, 0:48,152 Minuten) auf dem ersten Platz geführt, bevor sich im letzten Augenblick noch Jüri Vips (0:48,151 Minuten) und Enaam Ahmed (0:48,041 Minuten) an ihm vorbeischoben. Ahmed durfte sich letztendlich über Position eins freuen, gefolgt von Vips, Soori Andres, Ferdinand Habsburg (Carlin, 0:48,158 Minuten) und Alex Palou (Hitech Bullfrog GP, 0:48,167 Minuten). Weil seine Bestzeit jedoch 0,004 Sekunden langsamer war als die von Shvartzman, wird der russische Ferrari-Junior von Startplatz eins ins achte Saisonrennen der FIA Formel-3-EM gehen.

Startaufstellung Rennen drei

In Gruppe B lautete die Reihenfolge im Klassement der zweitschnellsten Runden Armstrong (0:48,125 Minuten) vor Ticktum (0:48,133 Minuten), Daruvala (0:48,175 Minuten), Shvartzman (0:48,180 Minuten) und Sato (0:48,234 Minuten). In Gruppe A gelang Vips (0:48,153 Minuten) die beste zweitschnellste Runde vor Zhou (0:48,208 Minuten), Ahmed (0:48,209 Minuten), Palou (0:48,228 Minuten) und Petrov (Van Amersfoort Racing, 0:48,311 Minuten). Da Armstrong 0,028 Sekunden schneller war als Vips, darf der Neuseeländer den neunten Saisonlauf von der Pole-Position beginnen.

Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing): „Die Pole-Position ist toll, aber bin noch nicht entspannt, denn die Punkte werden erst morgen im Rennen vergeben – und das möchte ich natürlich gewinnen. Im Qualifying war mein Auto wirklich gut, das Team hat einen tollen Job gemacht. Leider habe ich in der zweitschnellsten Runde einen kleinen Fehler gemacht, aber daraus werde ich lernen.“

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Ich mache ehrlich gesagt nichts anders als an den ersten beiden Rennwochenenden, nur hier läuft es richtig gut. Ich lerne von Rennen zu Rennen und sammle immer mehr Erfahrung in der Formel 3. Schon in Ungarn war meine Performance sehr gut, aber ich konnte es noch nicht in die optimalen Resultate umsetzen.“

8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

10 Robert Shvartzman (RUS, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

13-QUALIFYING_2_GROUP_A 14-QUALIFYING_2_GROUP_B 15-QUALIFYING_3_GROUP_A 16-QUALIFYING_3_GROUP_B

DTM |Edoardo Mortara gewinnt Samstagsrennen am Norisring

Edoardo Mortara gewinnt Samstagsrennen am Norisring

  • Doppelerfolg für Mercedes-AMG mit Mortara und Paffett
  • Mortara feiert 10. Sieg im 100. DTM-Rennen
  • Lokalmatador Wittmann holt Platz drei

Zum zweiten Mal in seiner Karriere jubelte Edoardo Mortara am Norisring ganz oben auf dem Siegerehrungspodest. Der Mercedes-AMG-Fahrer gewann nach 2016 erneut ein Rennen beim DTM-Saisonhöhepunkt auf dem Norisring, dem einzigen Stadtkurs im Kalender. Er überquerte nach 68 Runden mit 0,681 Sekunden vor seinem Teamkollegen Gary Paffett die Ziellinie. „Die ganze Mannschaft hat einen unglaublichen Job gemacht. Zu Beginn des Rennens hatte ich Schwierigkeiten mit den Reifen, aber am Ende war alles gut“, sagte der der Sieger und gab Dank und Lob an sein Team weiter. „Ich habe den ja auch den richtigen Sponsor auf dem Auto und drücke der deutschen Nationalmannschaft heute Abend die Daumen“, so Mortara, dessen Mercedes-AMG C 63 DTM in den Farben der DFB-Elf beklebt ist. Dritter am Dutzendteich wurde Lokalmatador Marco Wittmann im BMW. Für den gebürtigen Fürther ist es die erste DTM-Podiumsplatzierung bei seinem Heimrennen auf dem Norisring.

Den Siegerpokal für Mortara überreichte am Samstag Masaaki Bandoh, Vorsitzender des SUPER-GT-Dachverbandes GTA. Der Japaner hatte bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag gemeinsam mit Gerhard Berger das neue „CLASS-1-Reglement“ für DTM und SUPER GT vorgestellt. Paffett nahm seine Trophäe für Platz zwei vom fünfmaligen Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier entgegen. Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, gratulierte Wittmann und übergab ihm den Pokal für Platz drei. „Das war ein besonderer Moment, auch wenn es die unterste Stufe auf dem Treppchen war“, sagte Wittmann. „Ich habe lange gebraucht, um am Norisring aufs Podium zu können. Auf fast jeder Strecke war ich schon erfolgreich, nur beim Heimspiel nicht.“

Während Mortara an der Spitze ein relativ ungefährdetes Rennen fuhr und nur in der Schlussphase auf Teamkollege Paffett aufpassen musste, kämpfte der sich zuerst an Philipp Eng, der am Ende Fünfter wurde, und Wittmann vorbei. „Ich war zwar etwas schneller als Edo, aber er hat gut verteidigt“, erklärte der Zweitplatzierte. Paul Di Resta wurde Vierter. Bestplatzierter Audi-Pilot im siebten DTM-Saisonrennen war Jamie Green auf Platz elf.

In der DTM-Fahrerwertung hat Gary Paffett erneut die Führung übernommen. Der Brite liegt mit 97 Punkten auf Platz eins vor Timo Glock (91 Punkte), der als Zehnter nur einen Punkt sammelte. Paul Di Resta liegt mit 79 Zählern auf Rang. Am Sonntag steht mit dem achten DTM-Saisonlauf das zweite Rennen beim Saisonhöhepunkt auf dem Norisring in Nürnberg an. Das Rennen startet um 13:30 Uhr, TV-Partner SAT.1 berichtet ab 13 Uhr live von der Strecke.

#48 Edoardo Mortara, Mercedes-AMG C 63 DTM

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM

Race 1 Start

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Formel 3 | Rookie Marcus Armstrong triumphiert am Norisring

Rookie Marcus Armstrong triumphiert am Norisring

Veranstaltung: 03 Nürnberg
Session: Rennen 1
Strecke: Norisring / D
Pole-Position: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Rennsieger: Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing)
Wetter: sonnig, 15,9 °C

Mit einem Start/Ziel-Sieg auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring feierte Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing) seinen ersten Sieg in der FIA Formel-3-Europameisterschaft. Hinter dem Neuseeländer, der mit italienischer Lizenz startet, sahen Ralf Aron (PREMA Theodore Racing) und Jehan Daruvala (Carlin) die Zielflagge. Enaam Ahmed (Hitech Bullfrog GP), der als Tabellenführer nach Nürnberg kam, musste sich nach einem Dreher mit Position 14 zufrieden geben, bleibt aber weiterhin an der Spitze der Fahrerwertung in der FIA Formel-3-Europameisterschaft.

Marcus Armstrong ging am Start in Führung und konnte sich bereits während der ersten Runde leicht von seiner Verfolgergruppe absetzen, die von Ralf Aron angeführt wurde. Als ebenfalls noch im ersten Umlauf Sacha Fenestraz (Carlin) nach einer Berührung mit Jonathan Aberdein (Motopark) in die Streckenbegrenzung fuhr, schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Strecke. Mit Beginn von Runde acht wurde das Treiben wieder freigegeben und Armstrong baute seine Führung sofort aus. Hinter ihm überholte Jehan Daruvala den bis dahin drittplatzierten Daniel Ticktum (Motopark) und machte fortan Jagd auf Aron.

Ungefähr ab Runde 20 kristallisierte sich ein Dreikampf um die Positionen zwei bis vier heraus, in den Aron, Daruvala und Ticktum verwickelt waren. Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing) auf Platz fünf konnte den Anschluss an seine Vorderleute nicht mehr halten, musste seine Hintermänner Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing), Jüri Vips (Motopark) und Marino Sato (Motopark) aber verstärkt im Auge behalten. Armstrong störte diese nicht, er hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vorsprung von fast drei Sekunden erarbeitet und brachte diesen sicher ins Ziel. Die Reihenfolge seiner Verfolger blieb fast unverändert: Somit ging Rang zwei an Aron, gefolgt von Daruvala, Ticktum, Schumacher, Shvartzman, Vips, Sato und Guanyu Zhou (PREMA Theodore Racing). Keyvan Soori Andres (Van Amersfoort Racing) komplettiert die Top Ten, für ihn ist der erste Punkt in der FIA Formel-3-EM.

Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing): „Dieses Rennen war nahezu perfekt. Ich hatte in dieser Saison auch schon Pech, so dass mich dieser Sieg nun besonders freut. Dabei hat mir natürlich auch geholfen, dass ich von der Pole-Position starten konnte und mein Team einen tollen Job gemacht hat.“

Ralf Aron (PREMA Theodore Racing): „Mein Start war gut, aber der Beginn von Marcus war ebenfalls klasse. In der ersten Kurve musste ich dann aufpassen, nicht in eine Kollision verwickelt zu werden, was mir zum Glück gelungen ist. Zeitweise hatte Jehan dann Druck auf mich ausüben können, aber ich habe keinen Fehler gemacht und Platz zwei nach Hause bringen können.“

Jehan Daruvala (Carlin): „Ich glaube, ich war nach der ersten Kurve Sechster, nach Runde eins aber schon Vierter. In der Safety-Car-Phase habe ich mich dann darauf konzentriert, meine Reifen auf Betriebstemperatur zu halten, um Daniel beim Restart attackieren zu können. Weiter nach vorne ging es aber nicht mehr, denn meine Vorderleute haben keinen Fehler gemacht.“

Start of the race, 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz) taking the lead from 7 Ralf Aron (EST, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 27 Daniel Ticktum (GBR, Motopark, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 1, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Prize giving ceremony, 7 Ralf Aron (EST, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 9 Jehan Daruvala (IND, Carlin, Dallara F317 – Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 1, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Prize giving ceremony, 8 Marcus Armstrong (ITA, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FIA Formula 3 European Championship, round 3, race 1, Norisring (DEU), 22. – 24. June 2018

Results_RACE_1_Fromel3

DTM und SUPER GT präsentieren gemeinsames Technisches Reglement

DTM und SUPER GT präsentieren gemeinsames Technisches Reglement

  • Neues „CLASS-1-Reglement“ für beide Rennserien steht für Sicherheit, Kostenreduzierung und Chancengleichheit
  • Gerhard Berger: „Ein Meilenstein für den internationalen Motorsport“
  • DTM und SUPER GT planen zwei gemeinsame Rennen 2019

Das neue Reglement für DTM und SUPER GT steht. Bei der DTM-Veranstaltung auf dem Norisring stellten Masaaki Bandoh, Vorsitzender des SUPER-GT-Dachverbandes GTA, und Gerhard Berger, Vorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR, das neue technische Regelwerk vor. „Ein Meilenstein für den internationalen Motorsport“, beschrieb Berger das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen ITR und GTA. „Dieses Reglement ermöglicht es Herstellern und Teams, zu überschaubaren Kosten spektakulären Motorsport auf zwei Kontinenten zu betreiben – und damit viele Menschen zu erreichen.“

„Ich möchte mich bei Herrn Berger, den Herstellern in der DTM und SUPER GT, sowie allen weiteren Beteiligten für die Hingabe bei diesem Projekt bedanken“, sagte Bandoh. „Wie man am großen Erfolg unserer Demonstrationsrunden in Deutschland und Japan im vergangenen Jahr sehen konnte, wurde unsere Partnerschaft weiter vertieft.“

Das neue, gemeinsame Regelwerk basiert auf drei Säulen, die die DTM seit Jahren verfolgt und die packenden Motorsport garantieren: Sicherheit, Kostenreduzierung und Chancengleichheit. Die Fahrzeuge beider Serien gleichen sich bereits in vielen Bereichen. Ab der kommenden Saison 2019 setzt die DTM zu 100 Prozent auf das neue Regelwerk. Ein Jahr später sattelt auch die SUPER GT auf eine für die Langstreckenrennen in Asien minimal modifizierte Version des Reglements um.

Attraktive Plattform für Automobil-Hersteller

„Ich möchte mich bei Bandoh-san und allen Mitstreitern, die an dem neuen Reglement gemeinschaftlich gearbeitet haben, ganz herzlich bedanken“, sagte Berger. „Ich freue mich sehr, dass DTM und SUPER GT dem gemeinsamen Ziel – nämlich in Zukunft zusammen Rennen auszutragen – einen entscheidenden Schritt nähergekommen sind. Bei der Schaffung dieses richtungsweisenden, gemeinsamen Technischen Reglements haben wir unsere bisherige Linie konsequent weiterverfolgt. Darüber hinaus haben wir die technischen Weichen für die Zukunft der DTM gestellt, die auch künftig eine attraktive Plattform für Automobil-Hersteller bietet.“

„2019 werden wir erstmals gemeinsame Rennen austragen, in denen DTM- und SUPER-GT-Fahrzeuge zusammen antreten“, ergänzte Bandoh. „Ich glaube fest daran, dass die gemeinsamen Veranstaltungen Motorsport-Fans weltweit begeistern werden und dass sich SUPER GT und DTM zusammen kontinuierlich weiterentwickeln werden.“

„CLASS 1“: Gleichteile-Konzept als Erfolgsgarant

Wichtigste Grundlage des neuen Reglements ist das Gleichteile-Konzept. Dies führt zu einer deutlichen Kostenreduzierung und zahlt gleichermaßen in die Bereiche Sicherheit und Chancengleichheit ein. Komponenten aus nahezu allen Bereichen des Fahrzeugs werden vereinheitlicht und in Europa und Japan hergestellt und vertrieben. Für alle diese Bauteile müssen die beteiligten Hersteller keine kostenintensive Entwicklung mehr betreiben. Herzstück der Fahrzeuge ist das Kohlefaser-Monocoque mit integrierter Sicherheitszelle, das in der DTM bereits seit Jahren zum Einsatz kommt.

Ein wesentlicher Unterschied zum bisherigen Technischen Reglement der DTM werden die Motoren sein. Ein moderner 4-Zylinder-Turbomotor mit zwei Litern Hubraum löst die bislang eingesetzten V8-Aggregate ab. Die Leistung wird rund 620 PS – also gut 100 PS mehr als aktuell – betragen und es können Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 300 km/h erreicht werden. Das Plus an Leistung bedarf auch einem Plus an Bremsenergie. Dazu wird das aerodynamische Design des Vorderwagens angepasst, um mehr Kühlung für Motor und Bremsen zu ermöglichen. Darüber hinaus werden sich Front- und Heckdiffusor sowie der Heckflügel ändern, wo für das neue Einheitsreglement die bisherigen SUPER-GT-Spezifikationen übernommen werden.

Erste gemeinsame Rennen von DTM und SUPER GT im Jahr 2019

Auch wenn die japanische SUPER GT erst 2020 vollständig nach dem neuen Reglement fahren wird, sind bereits für das kommende Jahr zwei gemeinsame Rennen geplant – eins in Europa und eins in Asien. Der Modus richtet sich dabei nach dem Sportlichen Reglement der DTM mit zwei Sprintrennen ohne Fahrerwechsel und Nachtanken, jedoch mit einem Boxenstopp, bei dem alle vier Räder gewechselt werden. Dabei wird einmalig mit einer „Balance of Performance“ (BoP) gearbeitet, die die konzeptionell noch leicht unterschiedlichen Fahrzeuge beider Serien einander angleicht.

Die DTM-Saison 2018 ist im vollen Gang. Nach dem Saisonhöhepunkt auf dem Norisring stehen noch sechs weitere Veranstaltungen auf dem Programm. Die erste Saisonhälfte beschließt das Gastspiel im niederländischen Zandvoort vom 13. bis 15. Juli.

Nürnberg: DTM Norisring 2018, Nürnberg on June, 23, 2018, (Photo by Hoch Zwei)

BMC NEWS | Nicolai Kraft Doppelsieg in Hockenheim

Der Hockenheimer Nicolai Kraft gewinnt bei Mai Pokal Revival die beiden ersten Läufe der Superbike Klassik am Samstag und Sonntag.
Der Hockenheimer kontrollierte beide Rennen von der Spitze aus und sicherte sich so mit intelligentem Verstand.
Nicolai führt somit die Meisterschaft mit Punkten gleich zu beginn der Saison an.

Fotos : Franz Bär, Werner Klefenz, Andreas Schuhmacher, Chris Sass,

Bosch Hockenheim Historic - Das Jim Clark Revival 2018 | Foto: Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH

BMC NEWS | Die Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival

Die Helden des Motorsports vergangener Zeiten und ihre Rennwagen sind nicht vergessen, dies zeigten 25.000 Zuschauer bei den „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival.

Der Sound und die Optik der rund 500 historischen Rennfahrzeuge weckten die Begeisterung der Fans im Motodrom auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 20. April bis zum22 April. Die Fahrzeuge aus allen Klassen und Epochen wurden im echten Renntempo über die Rennstrecke bewegt, bei blauem Himmel und viel Sonnenschein. Die Teams und Fahrer boten für den Besucher Motorsport zum Anfassen, indem sie dem Interessierten die Möglichkeit gaben bis wenige Zentimeter an die Fahrzeuge heranzukommen, oder sie sogar daran Platz nehmen ließen. Noch näher war es kaum möglich. Nah konnte man auch echten Rennstars wie Jochen Mass, Christian Danner, Kurt Brixner, Marco Werner und Ellen Lohr bei der Autogrammstunde treffen.

Bei den Bosch Hockenheim Historic erinnerte man traditionell auch an einen der besten Rennfahrer der Welt : Jim Clark. Der Unfalltod des zweimaligen Formel 1 Weltmeister auf dem Hockenheimring jährte sich am 7. April 2018 zum 50. Mal. An Jim Clark wurde über die drei Tage der Veranstaltung erinnert und gewürdigt. So fand auch ein große Sonderausstellung statt und berührte mit neuen Fundstücken zu Jim Clark. Colin Champans Sohn Clive stellte einen original Renn-Lotus der die Ausstellung würdig vervollständigte. Besonders berührend waren die Fotos aus dem Buch „Jim Clark Racing Hero“ und dem Film „Das letzte Rennen eines Stars“ über den 7. April 1968 in Hockenheim.

Da sich dieses Wochenende zu ehren Jim Clark´s drehte, fand auch eine emotionale Gesprächsrunde statt in der echte Zeitzeugen am Sonntag zu Wort kamen. In der Runde saßen außerdem der Cousin Doug Niven und der Neffe Ian Calder von Jim Clark. Auch der ehemalige Lotus-Finanzchef Warren King. DTM Fahrer Roland Asch und der ehemaligen Formel 1 Fahrer Jochen Mass. Auch Fotograf Werner Eisele, der als erster mit Winfried Kolb am Unfallort war. „Wir haben gedacht, Jim sei nur bewusstlos. Ich habe Fotos gemacht, um sie ihm zu zeigen, wenn er aufwacht.“, erinnerte sich. Sowie der Renn-Stewart von 1968 Grahame White der sichtlich bewegt sagte: „ Wir konnten es einfach nicht glauben. Jim Clark konnte nicht tot sein. Nicht er, der Beste überhaupt.“

Die Rennen:

Das Motodrom wurde zum Beben gebracht als die BOSS GP Serie (Big Open Single Seater) mit ihrem fliegenden Start in die erste Runde fuhren. Zum ohrenbetäubenden Sound der Serie trugen die Zehnzylinder der Formel 1 und die Achtzylinder der GP2 bei. So entstand eine Geräuschkulisse wie sie echte Fans lieben. Ingo Gerstl (Toro Rosso STR) und Phil Stratford wurden wie erwarte in ihren Formel 1 Wagen Erster und Zweiter in den beiden ersten Läufen der Saison 2018. Auch wenn es mit 0,3 Sekunden für Gerstl ein knapper Sieg wurde. Tiefer aber nicht leiser wurde der Sound dann bei den CANADIAN AMERICAN Challenge Cup. Das erste Rennen gewann Felix Haas im Lola T 294 und Sonntags Georg Hallau mit Lola T310. Ein absolutes Higlight waren die historischen Formel 2 welche mit beeindruckender Markenvielfalt am Start waren. (Brabham, Chevron, Ralt, March, Lotus). In vergangener Zeit war die Formel 2 das Sprungbrett in die Formel 1. Den Sieg holte sich an beiden Tagen in der F2 Peter Hans (Ralt). Auch an beiden Tagen Zweiter Robert Simac und Dritter Torgny Johansson. Auch begeisterte die Fans die weitern Klassen wie die „Historic Racecar Association“ mit verschieden Formelfahrzeugen. Und die FIA Lurani Trophy die auf ein beachtliches Starterfeld von 35 Fahrzeuge. Doch das größte Starterfeld zeigte sich bei der Youngtimer Touring Car Challenge bei der alle drei Rennen von Ex-DTM Teamchef Peter Mücke in seinem Ford Zakspeed Turbo Capri gewann. Bei den „Spezial Tourenwagen Trophy“ gewannen die Fahrer Jürgen Alzen (Ford GT) und Jürgen Bender (Chevrolet Corvette). Bei den „Tourenwagen Classics“ starten überwiegend DTM Rennfahrzeuge. Dort schnappten sich den Sieg Thorsten Stadler und Jörg Hatscher. Zweiter wurde im Alfa 155 V6 Stefan Rupp. Die Herren Hatscher und Stadler hatten sich im Sportsgeist zusammengetan, da die Mercedes EKlasse die damals von Ellen Lohr pilotiert wurde mit einem Motorschaden ausfiel.

Auf dem Boxendach feierte die Moped-Garage am Samstagabend mit Me and the Head. Auch für Familien war ein reichliches Angebot auf dem Boxendach zu finden. Kinderprogramm, Verkaufsstände, Essen, Trinken und sowie den Stand von Bernd Luz welcher die Inspiration des beeindruckendes Bild der Veranstaltung hatte.

Fotos :
Daniel Ewald / Hockenheim-Ring GmbH
Torsten Karpf / Hockenheim-Ring GmbH
Hans Welzenbach / Hockenheim-Ring GmbH

Hier geht´s zum Video der Veranstaltung :

Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival Bosch Hockenheim Historic 2018 | BMC Hockenheim | Video

Interessante Links zur Veranstaltung :

www.bmc-hockenheim.de

www.hockenheim-historic.de

www.hockenheimring.de

www.berndluz.de

www.moped-garage.de